Auf den Millimeter genau eingepasst

| Mi, 28. Nov. 2012

BURGDORF: Zahlreiche Personen schauten am Montag auf dem Typon-Steg und an beiden Ufern der Emme zu, wie die 45 Meter lange und zwei Meter breite Brückenkonstruktion über die Emme montiert wurde. red

Es ist kalt und ungemütlich, leichter Regen fällt. Trotzdem strömen beidseits der Emme immer mehr Passanten Richtung Typon-Steg, um einem ungewöhnlichen Schauspiel beizuwohnen. Kurz nach Mittag hebt der linksufrig (Strandweg) platzierte Pneukran die 45 Meter lange und zwei Meter breite Brückenkonstruktion in die Höhe und beginnt, sie langsam über die Uferböschung und die Emme zu schieben. Die in den letzten Tagen vor Ort zusammengeschraubte Metallkonstruktion ist drei Meter hoch und wiegt 35 Tonnen.

Seltenes Spektakel
Fast alle Zuschauer haben Foto- oder Film­ausrüstungen zur Hand, bisweilen tuts auch das Handy. Langsam und stets ruhig ausgerichtet, schiebt sich das Metallgerüst Richtung rechtes Emme-Ufer (Uferweg). Nach rund 22 Metern tritt der hier wartende Pneukran in Aktion. Lange Befestigungsvorrichtungen werden heruntergelassen und Monteure fixieren sie an den Verstrebungen. Von beiden Seiten gehalten, nähert sich die Brückenkonstruktion langsam den beiden Widerlagern an jedem Flussufer, wo sie schliesslich fest installiert werden wird. Auf dem Typon-Steg verfolgen Vertreter der am Bau beteiligten Unternehmen und lokale Behördenmitglieder das Geschehen. Alles verläuft planmäs­sig. Ein Bauarbeiter springt über die Abschrankung und läuft zum rechten Widerlager, an dem noch ein vergessener Pickel lehnt. Sobald der fort ist, be­ginnt die Absenkung der neuen Brücke. Jetzt helfen beidseits der Emme Monteure von Hand, die schwebende Brücke absolut millimetergenau in die vorgesehene Position zu bringen. Eine kleine Korrektur hier, eine dort, und dann wird die Brücke aufgesetzt. Applaus setzt ein, der Regen wird jetzt stärker, die Zuschauer gehen ihrer Wege.
Laut Bauleiter Markus Kindler vom Ingenieurbüro C + S (Hasle und Burgdorf) haben die Vorbereitungsarbeiten für die Hilfsbrücke zwei Monate gedauert. Die Fundamente und Widerlager sowie nötige Installationen mussten erstellt respektive vorgenommen werden. Am Tag nach der Montage ist der neue Steg bereits freigegeben. Gleichzeitig laufen die Arbeiten für die Demontage des alten Typon-Steges an.

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