Ein vergnüglicher musikalischer Theaterabend

| So, 26. Jan. 2014

RÜEGSAU: Die MG Rinderbach konnte zahlreiche Gäste im Gasthof Krone begrüssen. Auf dem Programm stand ein Lustspiel, in dem die Errungenschaften der heutigen Zeit eine wichtige Rolle spielten, aber auch musikalische Leckerbissen wurden geboten. red

 

Ein Lustspiel , in dem die Errungenschaften der heutigen Zeit eine wichtige Rolle spielen, boten Volksschauspieler der Musikgesellschaft. Wie da Magd Lisa und Knecht Sepp auf dem Bergheimet von Ernst Blaser die dubiosen, vermeintlichen Käufer der Alp zur «Strecke» brachten, stellte nicht nur kriminalistische, sondern vor allem beste, «hohe» Kunst des sogenannten Laientheaters dar. Nie übertrieben, sondern echt und vor allem sehr witzig wirkten die beiden Angestellten, gespielt von Sandra Burk-halter und Beat Mathys, wie sie den Handy-Vertreter mit «Sekretärin» vom hohen Ross holten – ein «volkstümliches Gaudi» mit aktuellem Bezug zur heutigen «modernen Welt».

 

Musikalische Rundreise durch Europa

Auf originelle Art und Weise führte MG-Mitglied Hans Fankhauser durch den musikalischen Teil des Abends. Aus einer Tasche entnahm er jeweils vor den vorgetragenen Stücken Ferien- oder Reiseführer über die Länder, aus welchen die Melodien stammten. Mit einem traditionellen Marsch, «Mailandzyt», eröffnete die MG den feinen Abend; ein herrlicher Jura-Bildband leitete über zur Polka «Jurablick». Die typisch beschwingt-melodiös erklingenden Melodien der «Dublin Pictures» versetzten die Zuhörer in irische Gefilde – ein breites Spektrum an Klangfarben bot hier die MG und leitete so über zu den Ehrungen langjähriger Mitglieder des Korps.

Präsident Hansueli Marti durfte dabei für 20 Jahre Mitgliedschaft Hanspeter Scheidegger und Lorenz Siegrist zu Ehrenmitgliedern ernennen, während Barbara Zaugg und Therese Gerber dank 30 Jahren, Hans Burkhalter für 35 Jahre Mitwirken in den Veteranenstand erhoben werden konnten. Ihnen zu Ehren spielte die MG ausser Programm eine Polka, welche mit einer Gesangeinlage von Maria und Matthias Ryser bereichert wurde.

Das aus Österreich stammende Stück «Tuba Muckl» bot Gelegenheit, die angenehmen Klänge eines B-Basses, gespielt von Hans Burkhalter, zu geniessen. Musikalisch im Zentrum des Abends stand zudem die Uraufführung von des Stücks «Am Rotenbaum», geschrieben von Marco Nussbaumer, welches im Hinblick auf das nächstjährige Jubiläum des Waldfestes am Rotenbaum in Auftrag gegeben wurde. Diese Auftragskomposition ermöglichte der Hauptsponsor «Chrigu-Beck». Mit einem böhmischen Marsch schloss die musikalische Rundreise durch Europa.

 

Älpler-Magronen statt «Handy-roone»

Ausgangslage für den erheiternden Lustspielabend war der Versuch von Heinz Löffel, auf der Alp des Bauers Ernst Blaser eine Handy-Antenne aufzustellen. Dazu machte er diesem ein verlockendes Geldangebot, ohne jedoch das wahre Vorhaben beim Namen zu nennen.

Wie dann jedoch Magd Lisa und Knecht Sepp, ausserordentlich witzig gespielt
von Sandra Burkhalter und Beat Mathys, welcher auch Regie führte, dieses Unterfangen verhinderten, war sehenswert. Einige wenige der vielen «Highlights» mögen dies illustrieren: Nachdem Magd und Knecht, unterstützt von der ehemaligen Schulfreundin des Bauers, im Aktenkoffer des Herrn Löffel die Pläne für den Bau einer Handy-Antenne entdeckt hatten, entwarfen sie einen Schlachtplan, um den Schwindler zu entlarven. Zu Hilfe kam ihnen der vierte Gast auf der Alp, die geheimnisvolle Frau Müller, die sich als Frau von Heinz Löffel entpuppte. Nach dem Genuss von mit Rizinusöl angereicherten Älpler-Magronen, die sie zum blitzartigen Aufsuchen des Klos veranlassten, mussten dann aber die beiden städtischen Möchtegerne ihre schändlichen Pläne aufgeben. Dieses Volksschauspiel mit modernem «Touch» beanspruchte die Lachmuskeln aufs Äusserste.

zvg

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