Zusammenschluss der Schulen Wynigen und Seeberg

| Di, 19. Aug. 2014

WYNIGEN: Auf das neue Schuljahr 2014/15 schlossen sich die Schulen Wynigen und Seeberg zusammen. 391 Kinder, ihre Lehrpersonen, Eltern und Behördenmitglieder feierten diesen Anlass auf freiem Feld. rst

Seit vielen Jahren verbinden die Gemeinden Wynigen, Seeberg, Hermiswil und Rumendingen gemeinsame schulische Interessen. Sekundarschüler/innen besuchen seit eh und je, das heisst schon seit der Gründung der Sekundarschule im Jahr 1835, die Sekundarschule in Wynigen; seit 2007 verbringen auch alle übrigen Oberstufenschüler/innen ihre letzten Schuljahre in Wynigen. Auf Druck des Kantons bezüglich der Professionalisierung der Schulleitungen und Schulsekretariate sowie höherer Kostenabwälzung der Lehrergehälter auf die Gemeinden begannen im Jahr 2012 die Abklärungen zu einem Zusammenschluss der beiden Schulen Wynigen und Seeberg. Andere Zeiterscheinungen wie rückläufige Schülerzahlen oder zwangsläufige Schliessungen der Schulhäuser Riedtwil, Mistelberg und Rüedisbach drängten eine engere Zusammenarbeit geradezu auf. Gemeinsam wurden Abklärungen getroffen und Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung angeboten.

Der Sitz der neuen Schule ist Wynigen, sie wird vom dortigen Schulsekretariat geführt. Der Ausschlag zum Entscheid dieses Modells resultiert aus der Erfahrung, dass ein Gemeindeschulverband zu aufwendig wäre. Im Sommer 2013 wurde in den vier involvierten Gemeinden Wynigen, Rumendingen, Seeberg und Hermiswil der Antrag der Gemeinderäte zu einem Zusammenschluss mit grossem Mehr angenommen. Das Schuljahr 2013/14 nutzten die Verantwortlichen, das heisst Schulleitung und Bildungskommission, zur Vorbereitung einer neuen Schulstruktur.

Auf den vergangenen 1. August wurde die Schulkommission Seeberg (mit Hermiswil) aufgelöst und die Bildungskommission Wynigen (mit Rumendingen) neu gegliedert mit Vertretungen aus allen vier Gemeinden. Wynigen stellt vier Mitglieder in den Personen von Roland Kohler (Präsidium), Mirjam Jost, Katrin Stalder und Hans-Peter Friedli. Seeberg stellt deren drei in den Personen von Beat Jufer (Vizepräsidium), Martina Brühlmeier und Monika Suter sowie Rumendingen und Hermiswil je ein Mitglied in den Personen von Irene Stalder, Rumendingen, und Verena Brunner, Hermiswil.

Die Schulhäuser Wynigen (Kindergarten, Primarschule und Oberstufe), Kappelen (Kindergarten und Primarschule), Grasswil (Primarschule und neu Kindergarten) sowie Seeberg (Kindergarten) bleiben im Besitz der Gemeinden und werden bis auf Weiteres genutzt. Ab dem Schuljahr 2015/16 werden in der Primarschule Wynigen, Kappelen und Grasswil Mehrjahrgangsklassen geführt. Die Konsequenzen aus diesem Zusammenschluss werden im Moment für Eltern und Schüler/innen kaum spürbar sein, ausser durch den Umstand, dass bereits in diesem Schuljahr sieben Wyniger Kinder den Kindergarten in Seeberg besuchen.

Lehrkräfte und Schulleiterteam bleiben dieselben: Fritz Stalder, Gaby Liechti und Monika Niklaus. Aus dem Umstand, dass sich die Gemeinden Seeberg und Hermiswil im Verwaltungskreis Oberaargau, Wynigen und Rumendingen jedoch im Kreis Emmental befinden, ergeben sich noch ein paar ungelös­te Schnittstellen wie z.B. die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, die Musikschule u.a.

Die neu zusammengeführte Schule trägt den Namen «Schule Wynigen-Seeberg». Am vergangenen Donnerstag machten sich 391 Schüler/innen und Kindergärteler, Lehrpersonen, Eltern und Behördenmitglieder von ihren jeweiligen Schulstandorten aus auf den Weg, um sich alsdann so ziemlich in der Mitte der Strecke Wynigen – Seeberg an der Gemeindegrenze zu treffen. Auf freiem Feld fand die Feier mit Grussworten der beiden Gemeindevertreter Roland Kohler, Wynigen, Präsident der Bildungskommission, und Beat Jufer, Seeberg, Vizepräsident derselben, in einem würdigen Rahmen statt. Die fünf Formen in fünf verschiedenen Farben auf der neuen Fahne bilden zusammen einen Kreis und symbolisieren die Zusammenarbeit der fünf Schulhäuser. Sie sind das Logo der neuen «Schule Wynigen-Seeberg» und wurden von Schüler/innen und den Lehrkräften nach einer kleinen Stärkung in ihre Schulhäuser getragen.

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