Photovoltaik – unabhängig in die Zukunft

| Sa, 18. Okt. 2014

REGION: Wer neu eine Solaranlage bis max. 200 Quadratmeter montiert, erhält ab April eine einmalige Zahlung von der öffentlichen Hand. Die Beitragshöhe ist abhängig von der Leistung der Anlage. Wer Solarstrom produziert, kann diesen auch nutzen. red

Weniger Geld, aber…
Der Bundesrat hat die überarbeitete Energieverordnung gutgeheissen und in Kraft gesetzt. Der einmalige Beitrag löst für kleinere Anlagen das System der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) ab. Damit sollen die langen Wartelisten des bisherigen Systems bekämpft werden. Für den einmaligen Beitrag gibt es keine Wartelisten mehr. Die Rückerstattung eines Teils der Kosten muss per Gesuch beantragt werden. Anlagen mit einer Leistung von weniger als zehn Kilowatt werden künftig mit einer einmaligen Auszahlung vom Bund gefördert. Dabei erhalten Besitzer von Photovoltaik-Anlagen bis zu 30 Prozent der Investitionen zurück. Zudem muss aufgrund des Wegfalls der Warteliste nicht mehr lange auf das Geld gewartet werden.

Neues System
Bislang hat das System anders funktioniert: Auf den produzierten Strom einer Anlage erhielt der Besitzer 20 oder 25 Jahre lang die sogenannte Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV). Die Ausgaben für die KEV sind mit einem Kostendeckel limitiert. Damit dieser eingehalten werden konnte, kam es zu mehrjährigen Wartezeiten. Profitieren von der neuen Einmalvergütung können sämtliche Photovoltaik-Anlagen, die weniger als zehn Kilowatt Leistung aufweisen.
Dies entspricht in etwa 70m2 Modulfläche. Anlagen, die zwischen zehn und 30 Kilowatt leisten, können zwischen Einmalvergütung oder KEV auswählen.

Abzugsfähig und Beitrag innert nützlicher Frist
«Zwar bekommt man nicht mehr so viel Geld wie früher, dafür erhält man den Förderbeitrag innert nützlicher Frist», so Frank Rutschmann vom Bundesamt für Energie (BFE) zur neuen Situation. «Und man kann die Anlage auch von den Steuern abziehen», gibt er zu bedenken.

Zuerst den Eigenbedarf decken
Neu darf man dank der Revision auch den Eigenverbrauch mit Solarstrom vom eigenen Dach decken. Diese attraktive Möglichkeit war bislang nicht bei allen Energieanbietern erlaubt. Ein hoher Eigenverbrauchsanteil bedarf jedoch auch geeigneter Technik.

Wie lässt sich Photovoltaik­-Eigenverbrauch realisieren?
Wer Sonnenenergie für den Eigenverbrauch nutzen möchte, hat realisiert, dass es sich weder ökonomisch noch ökologisch lohnt, weiterhin zu 100% auf konventionellen Strom der grossen Konzerne zu setzen. Der Eigenverbrauch von Solarstrom ist im Trend und das zu Recht – dank neuester Technologien und Weiterentwicklung lässt sich mit eigener Solarenergie ein hoher Anteil der im Haushalt anfallenden Strommenge durch den selbst produzierten Solarstrom decken.

Solarstrom-Speicherlösungen steigern den Eigenverbrauch
Wer das Projekt «Photovoltaik-Eigenverbrauch» angehen möchte, braucht zuerst natürlich eine eigene Photovoltaik-Anlage. Abhängig von Grösse und Ausrichtung des Daches, der Lage des Hauses und vielen weiteren Faktoren lässt sich unterschiedlich viel Sonnen-
energie produzieren und somit auch ein unterschiedlich hoher Eigenverbrauch realisieren. In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus kann man ohne Optimierungen 25 bis 30 Prozent des erzeugten Stroms selber nutzen. Durch Optimierungen wie zum Beispiel Verbrauchersteuerungen oder durch einen Stromspeicher lässt sich der Eigenverbrauch auf bis zu 85 Prozent steigern.

Speicherlösungen versorgen in der Nacht den Haushalt
Ist zum Beispiel in sonnenreichen Stunden die Produktion von Solarstrom hoch, der Verbrauch im Haus aber niedrig, wird der überschüssige Strom gespeichert. Wenn die Sonne untergeht und die Photovoltaik-Anlage keinen Strom mehr produziert, versorgt der Stromspeicher das Haus mit Energie. Wer einen Stromspeicher einsetzt, macht sich so auch in Stunden, in denen wenig oder kein Solarstrom produziert wird, unabhängig vom öffentlichen Netz.

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