«Gilberte de Courgenay» verzauberte Soldaten und Publikum

| Do, 05. Mär. 2015

HASLE B.B.: Mit dem Historienspiel «Gilberte de Courgenay» begeisterte der Männerchor Biembach  zusammen mit der ad-hoc-Frauengruppe, einem Bläserquartett und einer versierten Theatercrew. Im Anschluss gab es Tanz, Unterhaltung und Tombola. sim

Wer kennt sie nicht, die legendäre «Gilberte de Courgenay»? Die hübsche, kluge, charmante und liebenswerte Wirtstochter aus dem jurassischen Courgenay brachte während der Grenzbesetzung zwischen 1914 und 1918 mit einem stets offenen Ohr, viel Feingefühl und gros­ser Hilfsbereitschaft ein wenig Sonne und Lebensfreude ins triste Leben der stationierten Soldaten.

Seit dem vergangenen Wochen­ende zumindest ist «Gilberte de Courgenay» auch bei der hiesigen Bevölkerung ein Begriff. Ein dreimaliger Publikums-Grossaufmarsch machte dem Männerchor Biembach, der Ad-hoc-Frauengruppe, einem Bläser-Quartett und einer versierten Theatercrew in der Mehrzweckhalle Hasle b. B. seine Aufwartung und liess sich in das Historienspiel «Gilberte de Courgenay» von Rudolph Bolo Maeglin entführen. Regie führte Claudia Fankhauser, die musikalische Leitung lag bei Matthias Stucki, Dirigent des Männerchors Biembach.

Im Anschluss spielten einmal das Schwyzerörgeliquartett Campagna und einmal die Eggiwiler Giele zum Tanz auf. Eine tolle Tombola und eine reichlich bestückte Festwirtschaft durften ebenfalls nicht fehlen.

 

Gelungener Mix von Theater, Gesang und Musik
In zehn eindrücklichen Bildern lies­sen die begnadeten Bühnenkünstler/innen die harte, entbehrungsreiche Zeit des Ersten Weltkrieges Revue passieren. Im gelungenen Mix wechselten sich französisch oder deutsch gesprochene Theatersequenzen mit musikalischen und gesanglichen Intermezzi ab und verwoben sich gleicher­massen zu einem mitreissenden und berührenden Bühnenspektakel. Mittendrin die warmherzige und hilfsbereite Gilberte, welche allen Soldaten stets ein gutes Wort schenkte oder eine Aufmunterung – wie etwa Cognac im Tee – bereithielt. Trotz ihrer Sanftmut rückte die energische junge Frau aber dem liebeskranken Kanonier Peter Hasler den Kopf zurecht, als er ihr – aus Kummer über ausbleibende Briefe und das hartnäckige Schweigen seines Schatzes Tilly – Avancen machte.

«…c’est la petite Gilberte, lala lala lala…»

sim

 

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