Eine Zirkusprinzessin kommt nach Burgäschi

Do, 13. Apr. 2017

REGION: In den Monaten Juni und Juli wartet die Bühne Burgäschi an einem neuen Standort mit der Operette «Die Zirkusprinzessin» auf. Besucherinnen und Besucher sollen durch die Performance einheimischer Talente in den Bann der Operette gezogen werden. red

Für die Spielzeit von fünf Wochen wird in den Monaten Juni und Juli das grosse Zelt des Circus Monti im Aeschimoos, in unmittelbarer Nähe des Burgäschisees, für die Operette «Die Zirkusprinzessin» aufgestellt.

Eine Produktion mit einheimischen Künstlern
Mit einer Ausnahme agieren die bewährten Solisten der Bühne Burg­äschi in den Hauptrollen. Neu im Team ist Simon Jäger, ein bekanntes Mitglied des Erfolgsquartetts «I Quattro». Der Tenor aus Rothrist ist in der Rolle des Mister X zu erleben. Operettenkennern sind seine bekannten Arien «Zwei Märchenaugen» und «Wieder hinaus ins strahlende Licht» bestens bekannt.
In der heutigen Opernwelt sind die Besetzungen international geworden. Damit werden auch bei uns die weltweit besten Interpreten ins Land geholt. Ohne Zweifel erbringen diese Stars qualitativ hervorragende Leistungen.
Die Bühne Burgäschi geht in dieser Beziehung einen anderen Weg.
Sie bietet jungen Schweizer Nachwuchskünstlern die Möglichkeit, ihr Können einem breiten Publikum darzubieten.

Der Komponist
Emmerich Kálmán, der Komponist der «Zirkusprinzessin», erlebte seine Kindheit am ungarischen Plattensee. Als junger Musiker übersiedelte er nach Wien. Nach der Premiere seiner Operette «Die Csárdásfürstin» im Jahre 1915 wurde er über Nacht weltberühmt. Mit der «Gräfin Mariza» und der «Zirkusprinzessin» konnte er an deren Erfolg anknüpfen.
Kálmáns Werke sind aussergewöhnlich abwechslungs- und einfallsreich, sie sind gespickt mit neuen Einflüssen aus der damaligen Unterhaltungsmusik. Der Komponist pflegte dennoch das Wienerlied und den Wienerwalzer und baute immer wieder seine geliebte ungarische Volksmusik ein. 

Handlung
Eine aus Paris stammende Fürstin, Witwe eines wohlhabenden russischen Gutsbesitzers, soll auf Anweisung des Zaren wieder heiraten, selbstverständlich einen Russen, damit das viele Geld und die Güter im Land bleiben. In einem Zirkus wird die schöne Fürstin von einem Prinzen umgarnt, der an ihre Besitztümer gelangen will. Doch die junge Frau weist den Bewerber von sich, denn sie interessiert sich vielmehr für einen mysteriösen, stets maskierten Kunstreiter. Dieser ist die Hauptattraktion des Zirkus. Die Fürstin merkt, dass er ein Geheimnis mit sich trägt.
Auch ein junger Wiener findet sich wegen Liebesangelegenheiten im Zirkus ein. Er ist grenzenlos in eine englische Artistin verliebt. Diese selbstbewusste Künstlerin ist jedoch nicht aus England, sie stammt ebenfalls aus Wien.
Ob nun die reiche Fürstin einem einfachen Zirkusreiter trauen kann, ob der junge Wiener die Ponydresseurin heiraten darf und die Intrigen des russischen Prinzen vereitelt werden, stellt sich erst in einem Wiener Kaffeehaus heraus...

Ein Operettenspielort zum Anfassen
Im letzten Jahr machten die Organisatoren mit einer Operette von Ralph Benatzky wertvolle Erfahrungen mit Aufführungen auf der grünen Wiese. Auf der Anlage der Oekinger Hornusser erlebten 2000 Besucherinnen und Besucher unvergessliche Operettenkost.
Für dieses Jahr wurde es der Bühne Burgäschi möglich, das grosse Zelt des Circus Monti zu mieten. Der Spielort liegt beim Hornusserhaus von Aeschi, in unmittelbarer Nähe des Burgäschisees.
Zwei zusätzliche Zirkuszelte bieten genügend Platz für Gäste, welche vor den Aufführungen den Abend mit einem Nachtessen eröffnen wollen.
zvg

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