Pensionsplanung macht Sinn

| Mo, 19. Jun. 2017

BURGDORF: Die BEKB lud am 14. Juni 2017 zum Pensionsplanungsanlass ins «Sommerhaus» ein. Die Finanzplaner Sonja Frutiger und Martin André vermittelten den zahlreichen Anwesenden das nötige Wissen für die Jahre nach der Pensionierung. ra

Trotz des warmen Sommerabends konnte Adrian Muster, Leiter BEKB Region Emmental und Leiter der Niederlassung Burgdorf, am 14. Juni 2017 eine sehr grosse Anzahl Interessierte im Saal des Landgasthofs Sommerhaus in Burgdorf zum BEKB-Pensionsplanungsanlass begrüssen. «Ist für mich eine vorzeitige Pensionierung finanzierbar?» «Kann ich nach der Pensio­nierung meinen gewohnten Lebensstandard halten?» Solche und ähnliche Fragen stellen sich für die 50-/60-Jährigen. «Erwähnte Fragen vor dem Hintergrund der Altersreform 2020, die in diesem Jahr zur Abstimmung gelangt, und dem schwierigen Verhältnis auf dem Kapitalmarkt verlangen Antworten», so Muster. Sonja Frutiger und Martin André sind beide bei der BEKB im Bereich Vorsorge- und Finanzplanung tätig. Während Frutiger ihr Wissen am fiktiven Beispiel des Ehepaars Wyss und mit vielen Zahlen weiter­gab, arbeitete André bildlich. Für die Planung des 3. Lebensabschnitts, der nach Statistik rund 20 Jahre dauert, wendet der Mensch relativ wenig Zeit auf – im Gegensatz etwa zu einem Autokauf. Die heutigen sogenannten Frischrentner sind noch sehr aktiv. Sie haben Pläne und Ziele. Laut Forschung zählen die ersten zehn Jahre nach der Pensionierung zu den glücklichsten im Leben.

1. Säule – staatliche Vorsorge
Die AHV, IV, EL, EO dienen zur Existenzsicherung. Viel optimieren könne man da leider nicht, war von Frutiger zu vernehmen. Sie empfiehlt eine regelmässige Kontrolle der Beitragsgutschriften (Auszug aus dem individuellen Konto anfordern). Eine Rentenvorausberechnung bei der Ausgleichskasse zu verlangen, ist sinnvoll. «Das ist die erste Prognose, wie hoch die Altersrente in etwa sein wird», so die Finanzplanerin. Und das Wichtigste: «Die AHV kommt nicht von alleine.» Sie muss angemeldet werden mittels eines neunseitigen Formulars, das auf der Gemeindeverwaltung bezogen oder im Internet heruntergeladen werden kann. Die AHV ist um eine Anmeldung drei bis vier Monate vor der Pensionierung dankbar.

2. Säule – Renten- oder Kapitalbezug
«Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Boot – zusammen mit ihrem Lebens­partner. Sie sind unterwegs Richtung Sonnenuntergang respektive Lebens­abend. Wenn Sie in ruhigen Gewässern segeln, ein Buch lesen und ein Glas Wein trinken wollen, wenn in Ihnen diese Vorstellung Wohlbehagen auslöst, dann sind Sie wahrscheinlich der Rentenbezüger», meinte André. «Wollen Sie Abenteuer erleben, neue Inseln entdecken, Stürmen trotzen, dann ist der Kapitalbezug das Richtige für Sie.» Aber: Wer Geld aus der Pensions­kasse herausnehmen will, benötigt die Einverständniserklärung des Ehepartners. Um beiden Partnern gerecht zu werden, ist auch eine Mischform möglich: eine gewisse Sicherheit in Form eines Renteneinkommens und Bezug eines Teils des Kapitals, um Wünsche und Träume zu realisieren.

3. Säule – Optimierung Säule 3a
Ziel der 3. Säule (private Vorsorge) ist die Sicherung des gewünschten Lebensstandards und die Schliessung der möglichen Vorsorgelücke. Sie ist zu 100 Prozent selbstfinanziert. «Es macht Sinn, die 3. Säule zu speisen, sofern es möglich ist», so Frutiger. Statistisch gesehen kann das nur ein Fünftel aller Versicherten. Weiter empfiehlt die Finanzberaterin, rechtzeitig mehrere Vorsorgekonti zu eröffnen, und gestaffelte Bezüge ab Alter 60/59 (Mann/Frau) zu tätigen. «Wichtig ist, dass Sie pro Steuerjahr nicht zu viel Geld aus der Pensionskasse und der 3. Säule beziehen. Je mehr Kapital fliesst, desto höher wird die Steuerrechnung sein», schloss sie zu diesem Thema. Die Jahre der vorzeitigen Pensionierung sind die teuren Jahre. Deshalb sind folgende Punkte zu berücksichtigen: Der Lohn entfällt ab der Pensionierung. Rentenkürzung Pensionskasse. AHV-Altersrente erst mit Alter 65/64. AHV-Nichterwerbstätigenbeiträge sind zu entrichten. Und Vermögensverzehr bei mehr Ausgaben als Einnahmen. Als ordentliche Ausgaben fallen die Lebenshaltungskosten, die Wohnkosten und die Steuern an. – Sicherheit, Klarheit, Massnahmen und Optimierungsmöglichkeiten garantiert die BEKB mit der auf den einzelnen Kunden zugeschnittenen Pensions- und Finanzplanung. «Erstellen Sie ein Budget. Haben Sie das, ist der Zeitpunkt für die Planung da», so André. Die dafür bei der BEKB anfallenden Kosten entsprechen in etwa einem I-Phone-Kauf.

Barbara Schwarzwald  

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