Voll Begeisterung ans Werk

Mo, 20. Nov. 2017

BURGDORF: Nachdem die Baubewilligung für die Arbeiten an der alten Sägegasse-Turnhalle eingetroffen ist, wird seit einigen Tagen gebaut. Die unter Denkmalschutz stehende Turnhalle ist bereits ausgekernt und diverse Durch- und Abbrüche erledigt. red

Es ist eine über Jahrzehnte dauernde «Leidensgeschichte rund um ein gewünschtes Jugendhaus für Burgdorfer Junge», die jetzt mit dem Startschuss für die Umbauten zu einer Kulturhalle ein glückliches Ende sichtbar macht. Noch sind nicht alle Probleme aus dem Weg geräumt, aber die Aussichten sind vielversprechend.

Viel erreicht und noch viel zu tun
Gemeinderat Christoph Grimm, Ressort Schulen, Freizeit, Sport, begrüsst im Landhaus eine stattliche Anzahl Vertreter von sechs Burgdorfer Verwaltungsdirektionen, aus dem Stadtrat und an der Entwicklung der Kulturhalle Beteiligte und Interessierte. Er erinnert, dass «die Koordination von baupolizeilichen Vorgaben und der Wünsche der Jungen nicht ganz einfach gewesen sind», was nur eine höfliche Umschreibung der jahrzehntelangen Bemühungen darstellt. «Wichtig ist immer gewesen, dass alle am gleichen Strick in die gleiche Richtung ziehen. Es ist noch viel zu tun.» Er weist auf die noch zu erarbeitende Leistungsvereinbarung hin.
Stadtpräsident Stefan Berger erinnert an die 2001 erfolglos eingereichte Petition mit über 2000 Unterschriften für Freiräume für Jugendliche. «Seit damals wurden etliche Möglichkeiten für ein Jugendkulturlokal angesehen, diskutiert und verworfen. Erst nach der Überweisung eines SP-Auftrages für eine Kulturhalle Sägegasse erhellte etwas Discolicht den Horizont in Form einer vom Gemeinderat in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie.» Im Herbst 2016 findet in Anwesenheit zahlreicher Jugendlicher ein Kreditantrag für einen Umbau die Zustimmung im Stadtrat. Planung und Arbeiten schreiten voran, die Rahmenbedingungen stehen, die Pläne sind gezeichnet. «Der Lohn eurer Arbeit wird ein wunderbares Lokal sein. Haucht der noch alten, stinkigen und muffigen Turnhalle neues Leben ein», fordert Berger und wünscht «viel Spass und einen unfallfreien Umbau».

Spürbare Aufbruchstimmung
Franziska Schwander und Michael Aeschbacher von der Interessengemeinschaft Sägegasse sind heute Mitglieder im Vorstand Trägerverein Kulturhalle Sägegasse. Sie informieren über die bisherigen Arbeiten und die Aufbruchstimmung unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen: «Die Jungen haben Fronarbeit zugesagt und sind am ersten Arbeitstag statt mit sieben mit 15 Personen auf der Baustelle erschienen.» Sie informieren über die vielfältigen Anlässe, die künftig in der mit modernster Infrastruktur ausgerüs­teten Kulturhalle stattfinden werden. Weiter besteht die Möglichkeit, die Lokalitäten zu mieten.
«Das Haus wird als Non-Profit-Organisation mit Eigeninitiative und Selbstfinanzierung geführt.» Schwander und Aeschbacher betonen die Rolle des Vorstandes als «verlässlicher Ansprechpartner». Da wegen Alkoholausschank eine Fachperson mit Wirtepatent nötig ist, wird ein Betriebsleiter eingestellt.
Dann verschieben sich die Anwesenden auf die neben liegende Baustelle, wo Architekt Michael Häusler von der Geschäftsleitung «Team k Architekten AG» sowie Stefano Fontanesi vom gleichen Unternehmen Wissenswertes über die geplanten Bauarbeiten in der Sägegasse-Turnhalle mitteilen. In der Halle kann als Denkmal geschütztes Objekt nicht nach Belieben herausgerissen und umgebaut werden, sondern die Arbeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Kantonalen Denkmalpflege.
Nach dem informativen Rundgang kehrt die Gruppe ins Landhaus zum Apéro zurück, wo weiter engagiert diskutiert wird.

Gerti Binz

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