«I gschpüre Liebi i mir in»

Mo, 11. Dez. 2017

KOPPIGEN: Der Jodlerklub Bärgbrünneli, Koppigen, lud am 2. Advent zum Kirchenkonzert ins eigene Dorf ein. Ein abwechslungsreiches Programm wartete auf die Besucher im voll besetzten Gotteshaus. ra 

Der Jodlerklub Bärgbrünneli, Koppigen, unter der Leitung von Stefan Müller wartete mit einem abwechslungsreichen Konzertprogramm auf – mit Liedern, die nicht besser in ein Gotteshaus an einem 2. Advent hätten passen können. Der Beginn um 17.00 Uhr schien den Besuchern zu passen. Die Kirche war voll besetzt. Präsident Christian Wittwer respektive seine Kinder Cedric, 10 Jahre, und Celine, 8 Jahre, führten kompetent durchs Programm. Laut diesem hätten das Alphornquartett Ämmitau und die Geschwister Moser für Abwechslung im Unterhaltungsprogramm sorgen sollen. Anstelle des -quartetts mussten die Zuhörer jedoch mit einem Alphornduo vorliebnehmen. Aus familiären Gründen fehlten zwei Mitglieder. Vom Hohgant angereist war die Stimme des einen Bläsers hie und da bei der Ansage nicht ganz verständlich respektive sein Alphorn nicht ganz lupenrein, was aber der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Die Geschwister Moser, drei junge Frauen von Rüegsbach, begeisterten mit Liedern ebenfalls nach eigener Ansage. Zwei in Schriftsprache vorgetragene Stücke liessen aufhorchen: Nicht gewöhnt war sich das Ohr an hochdeutsche Texte an einem Jodlerkonzert. Bereits mit viereinhalb Jahren habe sie in einem Kinderchörli mitgesungen, liess die talentierte Michaela Moser wissen. Ihre Stimme tönte glockenrein. Die Zugabe «E schöne Troum» von Hannes Fuhrer war … «troumhaft».  
«I gschpüre Liebi, i gschpüre Friede i mir in», der Refrain aus dem Stück «’s Plange» von Therese Aeberhard-Häusler, den der Jodlerklub Bärgbrünneli als Konzerteinstieg zum Besten gab, widerspiegelte die friedliche Stimmung in der Kirche. Der Naturjutz «Jodlerfrindschaft» von Fredy Wallimann, «Abeglogge» von Ernst Sommer und «Glogge-Jutz» von einem unbekannten Komponisten liessen die Herzen der Konzertbesucher höherschlagen. Das zweitletzte Lied «Wie doch Zyt vergeit» von Kurt Mumenthaler führte dazu, dass auch der eine oder die andere Zuhörer/in auf die Uhr blickte. Viel zu schnell war die Zeit vergangen! Nach «Herbstmelodie» von Mirjam Schafroth und der Zugabe «Amazing Grace», in deutscher Sprache vorgetragen, warteten Tee und Glühwein auf die Kirchgänger. Die Konzert-Kollekte fliesst nach Deckung der Unkosten in die Kasse des Dienstboten- und des Kinderheims im klubeigenen Dorf. Die zwei Jodlerinnen, die Jodler und die Sänger des Jodlerklubs Bärgbrünneli liessen den wunderschönen Konzert­abend im «Löwen», Niederösch, friedlich ausklingen.

Barbara Schwarzwald

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