Mit Stolz und Zuversicht in die Zukunft

| Mo, 19. Mär. 2018

Der Saal im Schützenhaus ist voll besetzt mit Vertretern aus Militär, Behörden, Verbänden usw., als vor der eigentlichen Jubiläumsfeier die VBUOV-Delegiertenversammlung (Verband Bernischer Unteroffiziersvereine) stattfindet.

Kantonalpräsident Roland Thommen wickelt die Traktandenliste speditiv ab, sämtliche Punkte werden mit einer Ausnahme einstimmig verabschiedet. Im Jahresbericht betont er, dass «wir Unteroffiziere das Grundgerüst der Armee bilden. Wir sind Kader der Armee.» Weitere Rückblicke schliessen sich an, alle werden verdankt.
Die Erfolgsrechnung schliesst bei einem Total von 4070 Franken mit einem Verlust von 540 Franken. Die Bilanz weist ein Eigenkapital von 34 750 Franken aus. Das Budget 2018 entspricht im Wesentlichen der Rechnung 2017; allerdings rechnet der Kassier mit einem leicht höheren Defizit von 2200 Franken. Der Jahresbeitrag bleibt unverändert. Die statutarisch nötigen Wiederwahlen erfolgen einstimmig (mit einer Enthaltung). Die Ehrungen erfolgen im Jubiläumsakt «125 Jahre UOV».

Vorteile dank UOV-Ausbildung
Nach einer kurzen Pause beginnt die Jubiläumsfeier mit einleitenden Worten von Major Fritz Kropf, Präsident UOV Burgdorf: «Es brauchte eine Vergangenheit und Vorfahren mit Vorbildfunktion, damit die Basis für unseren heutigen Wohlstand gelegt werden konnte.» Er betont die Bedeutung von Frieden, Freiheit und menschlichen Werten, die vorgelebt werden müssen, und ist überzeugt, dass «eine UOV-Ausbildung bei der Suche nach einer zivilen Kaderposition künftig zunehmend Beachtung finden wird».
Stadtpräsident Stefan Berger ist stolz, dass der Jubiläumsanlass in Burgdorf stattfindet. Und dass bei dieser Gelegenheit sowohl auf die Umstände der beiden Weltkriege als auch auf viel Positives wie Kameradschaft, Erfolge und anderes mehr eingegangen wird. Auch er empfiehlt, der Nachwuchsförderung im Verein viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Fehlender Nachwuchs
Oberst Mathis Jenni, Zentralpräsident Veteranenvereinigung SUOV, richtet in seiner Festansprache den Blick in die Zukunft und fragt, «wie es mit den ausserdienstlichen Tätigkeiten und der Verbandsstärke aussieht». Immer mehr Vereine / Sektionen lösen sich auf, der Nachwuchs fehlt, Interesse und Teilnahme an Anlässen gehen stark zurück. Dem gelte es entgegenzuwirken mit der Organisation von interessanten Events.
Dennoch kann er nicht verhehlen, dass derzeit überproportional viele Veteranen für die noch ausreichenden Besucherzahlen zahlreicher UOV-Anlässe veranwortlich sind, diese Teilnehmer in einigen Jahren jedoch schmerzhaft fehlen werden. Einzelne Wettkämpfe müssen bereits abgesagt werden. Auch sei «es nicht mehr einfach, in einem Unteroffiziersverein eine Ausbildung oder Übung durchzuführen, da viele Vereine die Vorgaben nicht mehr erfüllen können. Personelle Ressourcen fehlen, oftmals auch Material, das nicht geliefert werden kann.»

Mehr Unterstützung
Als Resultat konstatiert Jenni, dass «nichts mehr gemacht wird, kein Interesse mehr vorhanden ist und die Beteiligungen sehr stark zurückgehen». Trotzdem versucht der SUOV-Zentralvorstand mit allen Mitteln, die Ausbildungsunterstützung zu fördern. Solange jedoch die personelle Unterstützung durch Profis fehle, sieht er hier anhaltende Probleme.
Der Burgdorfer Oberst Francesco Rappa überbringt namens der Kantonal Bernischen Offiziersgesellschaft – gegründet 1833 – die besten Wünsche. Mitglieder sind rund 3000 Offiziere in zehn Sektionen; alle wirken als Bindeglieder zu kommunalen und kantonalen Stellen, zu Wirtschaft und Armee sowie diversen Organisationen. Rappa fordert dazu auf, künftige wichtige Rüstungsanliegen gemeinsam über die Bühne zu bringen.
Zahlreiche Ehrungen beschliessen den offiziellen Teil, bevor sich die Anwesenden bei angeregten Gesprächen dem Apéro und gemeinsamen Mittag­essen widmen.

Gerti Binz

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