Radio neo1 reicht Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein

| Mo, 11. Jun. 2018

Region: Gegen die vom Bundesamt für Kommunikation verfügte Ablehnung des Gesuchs für die Aufschaltung des Radioprogramms hat neo1 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben. Während die anderen Lokalradios rundum die Bewilligung erhielten, wurde sie neo1 aus unerklärlichen Gründen verweigert.

Es war auch eines der Hauptthemen an der Generalversammlung der Radio Emme AG neo1. Die Swiss Media Cast AG als Provider für DAB+ und das BAKOM verweigern Radio neo1 die Aufschaltung des Radioprogramms auf DAB+. In den letzten Jahren hat sich die Technologie des terrestrischen Digitalradios DAB+ in der Schweiz rasant entwickelt. So sollen ab dem Jahr 2020 die ersten UKW-Sender abgeschaltet werden, sodass sämtliche Radioanbieter zunehmend nur noch über DAB+ empfangen werden können.

Bundesverwaltungsgericht soll negativen Entscheid korrigieren
Dieses neue Angebot hat natürlich auch für Radio neo1 Konsequenzen und die Emmentaler Radiomacher haben, wie die anderen konzessionierten Lokalradios auch, ein entsprechendes Gesuch an das BAKOM eingereicht. Während die anderen Radios die Bewilligung erhielten, bekam Radio neo1 unverständlicherweise und mit einer äusserst fragwürdigen Begründung einen negativen Bescheid. Für neo1-Geschäftsleiter Jüre Lehmann ein unverständlicher Entscheid: «Seit Jahren wollen wir, wie die anderen Radios ebenfalls, die DAB+-Ausbreitung. Wir haben rechtzeitig die entsprechenden Gesuche eingereicht und nun als wohl einziges konzessioniertes Medium die Antwort erhalten, dass für neo1 keine Plätze mehr frei seien. Für uns ein höchst unverständlicher Entscheid, denn Leute, welche DAB+-Empfänger besitzen und neo1 suchen, werden es nicht mehr finden. So zum Beispiel auch in neuen Autos, bei denen solche Empfänger zunehmend serienmässig eingebaut werden. Das ist eine ungerechte und ungleiche Behandlung, die wir so nicht akzeptieren. Wir haben gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht am 17. Oktober 2017 Beschwerde eingereicht und hoffen auf einen möglichst raschen Entscheid.»

Finanzen sind einigermassen im Lot
«Der Radio Emme AG geht es zwar noch nicht so gut, wie ich es gerne möchte, aber Radio neo1 wird sich weiterentwickeln», sagte Präsident Chris­tian Stärkle. Doch bei einem Gesamtaufwand von 2,7 Mio. Franken schloss die Rechnung des Jahres 2017 mit einem kleinen Unternehmensgewinn von 3798.00 Franken ab. Noch immer nicht erledigt ist der jahrelange Streit mit der SUISA betreffend der Urheberrechtsgebühren, wobei sich laut Christian Stärkle die SUISA derzeit jeglichem Gespräch verweigert. 2018 ist Wahljahr für den Verwaltungsrat der Radio Emme AG. Demissionen lagen keine vor und so konnten alle Bisherigen mit Applaus für eine weitere Amtsdauer wiedergewählt werden. Es sind dies: Präsident Chris­tian Stärkle und Vizepräsident Hans Ruchti sowie die Mitglieder Daniel Dubach, Peter Kilchenmann, Daniel Linder, Nadja Pieren und Renato Vögeli. zvg

 

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