Histores du Tango

| Mo, 27. Aug. 2018

Kirchberg: Die Kirchgemeinde begrüsste die Gäste zu einem aussergewöhnlichen Konzert. Das Ensemble Franziska Schumacher und Heinz M. Strohbach spielte Tangos aus verschiedenen Epochen. Die Flötistin und der Gitarrist boten ein Feuerwerk an Musik. hkb

Der vergangene Samstag brachte ungewohnte Klänge ins Kirchberger Kirchen­schiff. Der Abend widmete sich dem Thema Tango. Diese Musik stammt ursprünglich aus südamerikanischen Ländern wie Argentinien und Uruguay. Sie verbreitete sich ab Anfang des 20. Jahrhunderts in alle Teile der Welt und wurde dort teilweise musikalisch adaptiert und weiterentwickelt.

Das Ensemble Schumacher/Strohbach spielte die Werke in ursprünglicher Formation, mit Querflöte und Gitarre. Die Soloflötistin und Orchestermusikerin Franziska Schumacher überzeugte mit ihrem Können, beherrschte die hohen Tempi und brachte emotionale Momente überzeugend zum Ausdruck.

Der von Jazz beeinflusste klassische Gitarrist Heinz M. Strohbach entlockte seinem Instrument eine Vielfalt an Klängen, vom rhythmischen Schlagen über das Zupfen der Saiten bis hin zum Trommeln auf dem Resonanzkörper. Die beiden Musiker spielen seit über zehn Jahren in dieser Forma­tion. Neben dem Tango, der in Kirchberg den Abend bestimmte, spielen sie auch Musik aus der Renaissance, dem Barock, der Klassik und der Romantik bis in die Gegenwart.

Von dem als Vater des Tangos berühmten Komponisten Carlos Gardel wurden zwei traditionelle Stücke gespielt. Der von ihm beeinflusste Astor Piazzolla gilt als Pionier des Tangos. Er hat diesen als Erster mit der E-Musik verknüpft. Im Zentrum des Konzertes stand sein vierteiliges Musikwerk «Histoire du Tango», welches musikalisch vom Bordell (1900) zum Café (1930) in den Nightclub (1960) bis in die heutige Zeit führte. Weitere Stücke stammten vom kubanischen Pianisten Ignacio Cervantes, dem französischen Komponisten Jacques Ibert und Michel Kirschner, einem Musiker und Komponisten der heutigen Zeit.

Das Ensemble Schumacher/Strohbach überzeugte mit absoluter Perfektion, was das Publikum mit kräftigem Applaus gebührend würdigte.

Helen Käser

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