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Roachford entpuppte sich als Stimmungsmacher

| Mi, 03. Aug. 2011

MÖTSCHWIL: Zahlreiche Besucherinnen und Besucher feierten am vergangenen Wochenende eine Gartenparty: zum siebten Mal fand das Openair Mötschwil in idyllisch-urchiger Atmosphäre statt. Perfektes Openair-Wetter sowie musikalische und kulinarische Leckerbisse erfüllten die Erwartungen von Publikum und Organisatoren vollauf. red

Fünf lange Jahre ist es her, als das letzte Mötschwiler Openair stattgefunden hatte. Lange mindestens aus der Sicht der Fans und davon gibt es genug, wie sich am Wochenende zeigte. 400 Besucher am Freitag und 800 am Samstag feierten eine Gartenparty bei Manuel von Gunten und Sue Binggeli. Gartenparty, weil die Bühne auf dem Gemüsegarten steht, das Volk den heiligen Rasen vor dem grossen Bauernhaus einem Stresstest unterzieht und die umliegenden, farbig beleuchteten Häuser dem Gelände eine Atmosphäre verleihen, die in der Open-Air-Szene einzigartig ist. Das ist auch die Meinung von Roachford, dem Sänger der gleichnamigen Band. Die Gruppe war schon bei der letzten Austragung dabei und es gefiel ihr damals so gut, dass ein Mail des Organisators genügte, um die erneute Zusage zu bekommen. Die Spitzenband aus England zeigte auch bei der diesjährigen Ausgabe, was sie drauf hat, und brachte das Publikum zum Kochen. Die vier Musiker sind erfahrene Hasen im Business und es war kein Wunder, dass das Publikum wacker mitmachte mit Klatschen und «Shaken». Von wegen bernische Zurückhaltung: Auch 800 Leute können für eine zauberhafte, ausgelassene Stimmung sorgen. Aber nicht nur dem Abendpublikum gefiels: 20 Helfer kamen am Nachmittag in den Genuss eines eineinhalbstündigen, exklusiven Spezialkonzerts der gut aufgelegten Band. Da verzieh man ihr am Abend locker, dass sie eine etwa 40-minütige Verspätung an den Tag legte. Zu leiden hatte höchstens die nachfolgende Band Peter Finc & Band. Nach dem Hauptact war ihr Publikum leider schon zur Mehrheit auf dem Nachhauseweg. Auch diese Band bot guten Sound.
Einer Erwähnung wert ist auch das Catering: Von Gunten hatte Adrian von Weissenfluh, Chef des Restaurants Büner in Bern, kennengelernt und dieser sagte spontan zu, die Gäste zu bekochen. «Das war extrem lecker», waren sich viele der Besucherinnen und Besucher einig. Im hinteren Teil der Anlage waren Stühle und Bänke aufgestellt, auf denen das Publikum in den Pausen verweilen konnte. Das perfekte Wetter mit angenehmen Temperaturen verstärkte das Open-Air-Gefühl. Musikalisch erfüllten die Bands die Erwartungen der Gäste ebenfalls, Musikliebhaber konnten für sich die eine oder andere Trouvaille entdecken. Headliner am Freitagabend waren die «Halunken», eine Berner Band im Aufwind. Auch sie erfüllten die Erwartungen von Publikum und Organisatoren vollauf. Das war ja keine Überraschung, denn die Halunken waren bereits im «Maison Pierre» in Burgdorf aufgetreten, wo Sue Binggeli und Manuel von Gunten das Programm gestalten. Die einzige Sorge des Publikums an diesem Abend: Es hofft, dass die nächste Austragung nicht mehr fünf Jahre auf sich warten lässt, sondern dass das achte Mötschwiler Openair wieder im ursprünglichen Zweijahres-Rhythmus, also 2013, stattfinden wird. Der Zufriedenheit von Manuel von Gunten nach haben sie tatsächlich guten Grund zu hoffen. bw

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