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«Der EHC Burgdorf ist für mich wie eine grosse Gärtnerei»

| Do, 20. Dez. 2012

BURGDORF: Seit einem halben Jahr ist Thomas Bichsel nun schon Präsident des EHCB. «D’REGION» unterhielt sich mit ihm über die Probleme sowie Stärken und Schwächen des Clubs. red

An der letzten Hauptversammlung wurde den Mitgliedern des EHC Burgdorf ein bis dato unbekannter Kandidat für die Nachfolge des damaligen Präsidenten Werner Bichsel präsentiert. Thomas Bichsel, weder verschwägert noch verwandt mit seinem Vorgänger, ist nun ein halbes Jahr im Amt, genügend Zeit, um etwas zu bewegen und sich einen Überblick über den Verein, seine Probleme sowie Stärken und Schwächen zu verschaffen.

«D’REGION»: Wie ist Ihre Gefühls­lage, wenn Sie an den EHCB denken?
Gut. Der EHC Burgdorf ist für mich wie eine grosse Gärtnerei mit vielen Gärtnern (Trainer). Jeder versucht zum guten Gedeihen seiner Pflanzen (Spieler) sein Bestes zu geben. Mit der Wasserversorgung (Geld) müssen wir sehr vorsichtig umgehen. Die Verbindungswege (Organisation und  Kompetenzen) von Treibhaus zu Treibhaus (Mannschaften) sind noch holprig, aber wir arbeiten daran, die Wege zu ebnen.

«D’REGION»: Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen, das Präsidium des EHCB zu übernehmen?
Mein Sohn Patrick spielt seit 2009 beim EHCB. Nach und nach lernte ich die Klubstrukturen kennen. Durch meine Lehrzeit, früher die Stadtmusik und heute meine Firma SAGO Tankrevisions AG habe ich eine gute Verbindung zur Stadt. Gelegentlich haben wir unter Kollegen die Situation im Verein analysiert. 2011 wurde ich erstmals  auf eine Mitarbeit im Vorstand angesprochen.

«D’REGION»: Was haben Sie im Verein angetroffen?
Viele Erwartungen und Mut zum Aufbruch! Wir sind nun daran, den EHCB transparent zu organisieren. Eine klare Organisation hilft uns, unsere Ressourcen (Zeit und Geld) optimal einzusetzen. Dazu gehört im Besonderen das Marketing.

«D’REGION»: Was konnten und wollen Sie verändern?
Die Basis des Vereins ist der Nachwuchs. Die Hockeyschule wurde mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gefördert. Heute wird sie von gegen 50 Knaben und Mädchen besucht; wir sind auf dem richtigen Weg. Jährlich 20 Neueintritte von Nachwuchsspielern  sind das Ziel.
Mit einem Ausbildungskonzept wollen wir die Ausbildung und Weiterbildung der Trainer und Spieler fördern. Das Ziel ist eine hohe Trainingsqualität mit möglichst geringen Kosten zu erreichen.
In Vermarktung, Sponsoring konnten kleine Erfolge erzielt werden. Wir stehen noch mit einigen Sponsoren in Verhandlungen.

«D’REGION»: Sind Sie sportlich mit der Situation der 1. Mannschaft zufrieden?
Sehr! Die 1. Mannschaft hat bewiesen, dass man Krisen mit der richtigen Kameradschaft meistern kann. Die vielen Verletzungen, zwischenzeitlich sieben Spieler, haben gezeigt, dass unsere Junioren in der 1. Mannschaft gezielt eingesetzt werden können. Das ganze Team hat Charakter bewiesen. Ich bin überzeugt, dass  unsere 1.-Liga-Mannschaft gestärkt in die Playoffs geht.

«D’REGION»: Wie steht es momentan um den Nachwuchs?
Grundsätzlich steht hier die Ausbildung im Vordergrund. Jeder Spieler soll die Chance erhalten, mit seinem Können seinen Beitrag im Team einzubringen. Zwei Teams haben klare Zielsetzungen: Die Novizen A sollen wieder zurück in die Novizen Top. Die Junioren Top sollten versuchen, den Aufstieg in die Elite B zu schaffen.

«D’REGION»: Bei vielen Leuten kommt mit der Erwähnung des EHCB auch gleich die Frage nach den Finanzen. Wie sieht es da aus?
Höchstes Ziel ist, dass wir mit den laufenden Einnahmen die Ausgaben decken können und vielleicht einen kleinen Gewinn erwirtschaften. Für die Rückzahlung der Schulden haben wir spezielle Projekte in Planung. Mehr möchte ich noch nicht verraten.

«D’REGION»: Gibt es Parallelen zwischen Ihrem Vorleben als Berufsmusiker und dem Sport, sprich dem EHCB?
Ja, sogar sehr viele! Die Begeisterung und Freude ist bei beiden die Voraussetzung für gute Leistungen. Gute Leistungen kann man nur mit einer soliden Ausbildung erbringen.

«D’REGION»: Was wäre Ihr grösster Wunsch in der zweiten Saisonhälfte oder sagen wir in den nächsten beiden Jahren?
Ich habe zwei Ziele und einen Wunsch! In zweieinhalb Jahren keine Schulden mehr, eine topfitte Organisation und – mein Wunsch – den Amateur-Meis­tertitel in der 1.Liga.
Interview: Rolf Knuchel

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