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Die «Waldzwärgli» vergnügen sich beim Spielen in der Natur

| Do, 11. Apr. 2013

GOLDBACH: Vor bald 25 Jahren legte Spielgruppenleiterin Ruth Lüthi den Grundstein zur heutigen Waldspielgruppe «Zwärgli» in Goldbach. Jede Woche vergnügen sich viele «Zwärgli» beim Spielen in der Natur. Infos: 034 461 31 77 oder 079 871 62 29. sim

Was mit sieben «Zwergli» begann, darf bald den 25. Geburtstag feiern: die heutige Waldspielgruppe «Zwärgli» in Goldbach. Den Grundstein dazu legte die Spielgruppen­leiterin Ruth Lüthi mit sieben Kindern, welche sich einmal wöchentlich in der Spielgruppe in Goldbach trafen.

Heute, fast ein Vierteljahrhundert und gegen 1000 Kinder später, freuen sich die «Zwärgli»-Spielgrüppeler immer noch auf die wöchentlichen Stunden mit ihren Gspänli. Nur finden diese seit einigen Jahren nicht mehr drinnen, sondern in der freien Natur oder im Wald statt, und zwar bei jedem Wetter. «Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unangepasste Kleidung», hält Ruth Lüthi schmunzelnd fest. Und sie freut sich sehr darüber, dass mittlerweile auch schon der Nachwuchs von ehemaligen Spielgruppen-Kindern unter ihren Fittichen die Spielgruppenzeit erleben darf.

Abenteuerreise durch Wald und Feld
Dass Ruth Lüthi und ihre Mitbetreuerin Lisabeth Oppliger «Spielgruppenleiterinnen mit Herz und Seele» sind, wird schnell spürbar. Jeden Montag- und Dienstagnachmittag wandern sie mit den Kindern, einem mit Rucksäckli vollbepackten Leiterwagen und natürlich mit Ruth Lüthis Hündin Mia vom Treffpunkt hinauf in den Wald. Unterwegs wird übermütig gelacht, aus voller Kehle gesungen oder fröhlich geplaudert. Es gibt sooo viel zu entdecken: das Flugzeug, das eine «Brämsspur» an den Himmel zeichnet, Tierspuren im Schnee oder die ersten gelben Blümchen, welche ihre zarten Köpfe der Sonne entgegenstrecken.

Jule, Nele, Lino, Bettina, Sophia, Florence, Dominic, Cedric, Fabienne, Lena, Alena und Leana sind die «Zwärgli» der Montagsgruppe. Beim Waldzelt angekommen, werden die Kerzen rund um die dort gruppierten Filzzwerge angezündet, die Rucksäckli auf den Sitzplätzen deponiert und das mitgebrachte Futter für die Zwergli und die Eichhörnchen ausgelegt. «Die hei nämlech aube fescht Hunger», weiss Leana.

Danach gibt es viel zu tun: frische Holzschnitzel auf die Wege streuen, «damit me im Schnee nid usrütscht», trockenes Holz und Papierrugeli in die Feuerschale schichten für ein zünftiges Brätli-Feuer oder mit einer Tannenzweiglein-Spur einen Schatz suchen.

Tannenduft und Kinderlachen
Alle Kinder sind mit Feuereifer bei der Sache. Nele, Alena und Cedric werfen quietschend Schneebälle in die Luft, welche von Hündin Mia im Flug gefangen werden. Bettina stattet mit Lisabeth dem «Bisli-Baum» einen dringenden Besuch ab, Dominic und Lino helfen Ruth eifrig beim Feuermachen. Hier gibt es dann zum Zvieri «Wurst am Stiel». Lena breitet derweil beim «Waldsofa» sorgfältig eine rote Tischdecke über den Baumstrunk-Tisch. Hier kommt die gefundene Schatztruhe mit den vielen Mini-Schoggistängeli hin, welche dann nach dem Zvieri brüderlich und schwesterlich geteilt werden.

Auch ohne die gewohnten Spielsachen sind die Kinder restlos zufrieden mit all der Vielfalt, welche die Natur zum «Vertöörle» bietet. Über all dem wachen Ruth und Elisabeth. Sie lassen die Kinder gewähren, ermuntern sie zur Eigeninitiative, sind aber jederzeit zur Stelle, wenn es nötig oder erwünscht ist. Und bisweilen müssen sie auch mal Grenzen setzen oder zwei Streithähne beru­higen.

Wichtig sind aber auch immer wiederkehrende Rituale wie etwa das Singen beim «Ankommen» im Wald, die gemeinsamen Geburtstagsfestli mit Wunderkerzen und Kuchen oder das Zusammensitzen beim Brätle und im Kreisli auf dem «Waldsofa». «Solche Rituale sind sehr wichtig für die Kinder», betonen die beiden Spielgruppenleiterinnen.

Volldampf voraus mit dem Piratenschiff
Nach den intensiven, erlebnisreichen und lustigen Stunden im Wald wird es schon wieder Zeit für den Heimweg. Vorher aber geht es noch «ab uf ds Pirateschiff». «Das isch
ds Schönschte vo allem!», freut sich Sophia. Juchzend und lachend sitzen alle gemeinsam auf dem gros­sen, schwarzen Plastiksack und sausen vergnügt den schneebedeckten
Hügel hinunter. Danach werden die Rucksäckli wieder im Leiterwagen verstaut.

Im Schnee hinterlassen die übermütigen Kinder noch schnell ein paar «Ängeli-Abdrücke», und dann geht es um viele Eindrücke reicher zurück nach Hause…
Wer mehr wissen möchte zur privaten Waldspielgruppe «Zwärgli», der meldet sich bei Ruth Lüthi, Goldbach, Telefon 034 461 31 77 oder 078 871 62 29.

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