100 Jahre Sekundarschule Rüegsau

| Mi, 12. Sep. 2018

RÜEGSAUSCHACHEN: Auf grosses Publikumsinteresse stiess die informative Ausstellung zum 100-jährigen Bestehen der Sekundarschule Rüegsau im Rüegsauschachen. Gleichzeitig feierte die Lehrerschaft das 75-Jahr-Jubiläum des Ehemaligenvereins. smo

Bewegte Zeiten
«Als Albert Bitzius (Jeremias Gotthelf) von 1835 bis 1845 Schulkommissär von Hasle und Rüegsau war, reichte er 1836 dem bernischen Erziehungsrat ein Reglement für eine einklassige Sekundarschule in Rüegsauschachen ein», beginnt die Geschichte der Sekundarschule.

60 Schüler/innen und drei Lehrkräfte
Aber erst 80 Jahre später, während des Ersten Weltkrieges, trat ein Initiativ­komitee unter der Leitung von Dr. Fritz Moser zur Gründung zusammen. Im April 1918 folgte dann die Eröffnung mit 60 Schülerinnen und Schülern sowie drei Lehrerstellen. Die ersten Lehrpersonen waren Rosa Christen, Walter Appoloni und Konrad Nagel. Es begann eine bewegte Zeit für die Schule und für das ehemalige Patrizier-Landhaus, in dem «die Kinder zur Furcht Gottes erzogen und in läsen, schryben und im Gebätt unterrichtet werden sollen».

«Gute alte Zeit»
Züchtig gekleidet kamen die Mädchen anno dazumal zur Schule, in einer Zeit als die erste Lehrerin Katherina Küpfer von Rüegsbach um 1860 – also gut ein halbes Jahrhundert vor der Gründung der Sekundarschule Rüegsau – ihre Besoldung per erbostem Brief einfordern musste. Im Schreiben von Amtsverweser Wiedmer an den Erziehungsdirektor hiess es: «In Erwägung des Umstandes, dass Rüegsau 1. arm an Geld, 2. arm an Geist, 3. arm an Schulen und 4. arm an Lehrmitteln ist…», bat er um finanzielle Unterstützung, «damit wieder etwas im Sinne des Fortschritts in dieser vernachlässigten Gemeinde erzielt werden kann.»

Umfassend und unterhaltend präsentierten sich verschiedenste Fotografien und Dokumente der vergangenen hundert Jahre. Nostalgie für die älteren Besucher, kurios für die Jugend, die engagiert die Rundgänge durch die Schulanlagen begleitete. Jede Generation hatte ihre Tief- und Höhepunkte, nachzulesen in der Gedenkschrift aus der Vergangenheit von Hasle-Rüegsau, verfasst von Dr. Walter Lerch. Aufschluss über die «gute alte Zeit» gibt auch die Erinnerungsschrift von Sekundarlehrer Gottfried Hirsbrunner.

Sylvia Mosimann

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