Lützelflüh wählt

| Di, 09. Okt. 2018

LÜTZELFLÜH: «D’REGION» interviewte im Vorfeld der Gemeinderatswahlen vom 21. Oktober 2018 die Vertreter aller fünf Parteien.

Die Ausgangslage vor den Gemeinderatswahlen vom 21. Oktober 2018 könnte kaum spannender sein. Zu den  Gesamterneuerungswahlen der siebenköpfigen Exekutive in Lützelflüh treten insgesamt 17 Kandidierende an – 10 Männer und 7 Frauen. Um die Gunst der Bevölkerung buhlen die Freien WählerINnen (FW), die BDP, die SVP, die EVP und die FDP. Die gegenwärtige parteipolitische Zusammensetzung des Gemeinderats sieht folgendermassen aus: SVP 3 Sitze, FW 1 Sitz, BDP 1 Sitz, EVP 1 Sitz und FDP 1 Sitz. Von den bisherigen Gemeinderäten stellen sich Kurt Baumann, Andreas Meister, Beat Zaugg (alle SVP), Hans-Ulrich Salzmann (BDP) und Franz Held (EVP) zur Wiederwahl. Auf den Bisherigen-Bonus müssen dagegen die FDP und die FW verzichten. Anna Maurer (FDP), die das Ressort Tourismus, Kultur und Freizeit führt, darf infolge Amtszeitbeschränkung nicht für eine weitere Legislaturperiode kandidieren. Peter Bärtschi (FW), der seit vier Jahren dem Ressort Bildung vorsteht, hat sich entschieden, nicht mehr anzutreten. Dennoch verfolgen die Freien
WählerINnen ambitiöse Ziele: Sie streben die Rückeroberung des 2014 verlorenen zweiten Gemeinderatssitzes an. Auch die BDP liebäugelt mit dem Gewinn eines zweiten Sitzes.
«D’REGION» hat mit den Vertretern der fünf Parteien ein schriftliches Interview geführt. Alle Parteien erhielten für die Antworten gleich viel Raum zur Verfügung gestellt. Markus Hofer

Gemeinderatswahlen vom 21. Oktober 2018
FW (Freie WählerINnen): Stephan Debrunner (neu, parteilos), Stefanie Gsell-Flückiger (neu), Angela Kobel (neu).
BDP Sektion Brandis: Hans-Ulrich Salzmann (bisher), Murielle Blaser Zimmermann (neu), Jolanda Rüttimann (neu), Marcel Erhard (neu).
SVP Sektion Lützelflüh: Kurt Baumann (bisher), Andreas Meister (bisher), Beat Zaugg (bisher).
EVP Sektion Brandis: Franz Held (bisher), Fritz Peyer (neu), Sarah Botha (neu), Daniela Iseli (neu), Gerhard Eggimann (neu).
FDP Mittleres Emmental: Thomas Kläsi (neu), Michael Barontini (neu).

 

Interview mit Hans Schlegel, Präsident Freie WählerINnen Lützelflüh

«D’REGION»: Welche Ziele setzen sich die Freien WählerINnen für die Gemeinderatswahlen am 21. Oktober 2018?
Wir möchten künftig wieder mit zwei Mitgliedern im Gemeinderat vertreten sein und mindestens eine Frau in die Exekutive schicken.

«D’REGION»: Welches sind Ihrer Ansicht nach die grössten Herausforderungen, welche die Exekutive in der nächsten Legislaturperiode anpacken muss?
Sie muss die Gemeindeaufgaben möglichst bürgernahe kommunizieren.

«D’REGION»: Aus welchen Gründen sollen sich die Stimmberechtigten für die Kandidierenden der FW entscheiden?
Die Frauen, die mehr als die Hälfte der Einwohner stellen, sollen in der Politik mehr Gewicht erhalten. Wir treten mit starken Kandidierenden an, die mit ihrer Kompetenz, ihrem Humor und ihrer sozialen Verankerung entscheidende Fähigkeiten in unseren Rat einbringen.

 

Interview mit Hans-Ulrich Salzmann, Präsident BDP Sektion Brandis

«D’REGION»: Welche Ziele setzt sich die BDP für die Gemeinderatswahlen am 21. Oktober 2018?
Wir wollen den bisherigen Sitz der BDP erfolgreich verteidigen und möglichst viele Parteistimmen erhalten. Ein zusätzlicher Sitzgewinn wäre natürlich ein grosser Erfolg. Letztlich ist es unser Ziel, ein gutes Resultat zu erzielen, das die Verankerung und die zunehmende Etablierung der BDP in der kommunalen Politik widerspiegelt.  

«D’REGION»: Welches sind Ihrer Ansicht nach die grössten Herausforderungen, welche die Exekutive in der nächsten Legislaturperiode anpacken muss?
Der Gemeinderat muss trotz grosser anstehender Projekte wie der Sanierung des Gemeindehauses und des Lernschwimmbeckens eine gesunde Finanzpolitik betreiben, Investitionen sinnvoll und dort, wo sie nötig sind, tätigen. Als zentral erachten wir eine gute Schulbildung, denn Bildung ist eine Investition in die Zukunft. Die Politik hat weiter die Aufgabe, die geeigneten Rahmenbedingungen zu erarbeiten, um Arbeitsplätze zu erhalten und wenn möglich neue zu schaffen.

«D’REGION»: Aus welchen Gründen sollen sich die Stimmberechtigten für die Kandidierenden der BDP entscheiden?
Die BDP betreibt eine sach- und lösungsorientierte Politik und verfügt über qualifizierte Kandidierende. Wir stehen für eine gesunde Finanzpolitik ein, unterstützen eine zukunftsorientierte Bildungspolitik und engagieren uns für ein starkes Gewerbe sowie einen blühenden Tourismus. Wir sind uns bewusst, dass die politischen Behörden ihre Aufgaben korrekt und glaubwürdig umsetzen müssen gegenüber den Mitbürgerinnen und Mitbürgern.

 

Interview mit Alfred Bärtschi, Präsident SVP Sektion Lützelflüh

«D’REGION»: Welche Ziele setzt sich die SVP für die Gemeinderatswahlen am 21. Oktober 2018?
Die SVP Sektion Lützelflüh hat anlässlich der Gemeinderatswahlen vom Oktober 2014 einen dritten Sitz gewonnen. Ziel der Wahlen 2018 ist es, diese drei Sitze durch die drei bisherigen Gemeinderäte zu verteidigen und den Stimmenanteil der SVP von 39% ebenfalls halten zu können.

«D’REGION»: Welches sind Ihrer Ansicht nach die grössten Herausforderungen, welche die Exekutive in der nächsten Legislaturperiode anpacken muss?
Unter Berücksichtigung des kleinen finanziellen Spielraums, welcher die Gemeinde zur Verfügung hat, gilt es, die gemeindeeigenen Infrastrukturen zu unterhalten, ohne dass Steuererhöhungen nötig sind.
Aufgrund der Zunahme der Bevölkerung durch die grosse Bautätigkeit muss die Schulraumplanung eine Daueraufgabe darstellen, mit dem Ziel, mögliche Defizite (Infrastrukturen Schule) frühzeitig zu erkennen, um entsprechend reagieren zu können.
Im Sinne des neuen Raumplanungsgesetzes ist ein effizienter, haushälterischer Umgang mit dem Boden auch für die Gemeinde Lützelflüh ein Muss. Einzonungen von Kulturland werden in Zukunft nicht möglich sein, daher gilt es, die vorhandenen Reserven an Bauland zu mobilisieren und ungenutzte oder schlecht ausgenutzte Gebäude oder Parzellen zu optimieren. Die noch mögliche innere Verdichtung soll auch in unserer Gemeinde umgesetzt werden.

«D’REGION»: Aus welchen Gründen sollen sich die Stimmberechtigten für die Kandidierenden der SVP entscheiden?
Unsere drei Gemeinderäte haben sich in der noch laufenden Legislatur lösungsorientiert und engagiert für das Wohl der Gemeinde eingesetzt. Alle drei machen unbestritten eine sehr gute Arbeit. Soweit es vom Gesetz und den Finanzen her möglich war, kamen sie den Anliegen der Bürger/innen entgegen – dies im Wissen, dass der Gemeinderat für die Bevölkerung da ist. In den letzten vier Jahren wurden etliche wichtige Geschäfte in Angriff genommen und zum Teil bereits abgeschlossen. Für ihren grossen Einsatz verdienen sie unseren Dank und die volle Unterstützung an der Wahlurne.

 

Interview mit Lukas Zimmermann-Oswald, Projektleiter Gemeindewahlen EVP

«D’REGION»: Welche Ziele setzt sich die EVP Brandis für die Gemeinderatswahlen am 21. Oktober 2018?
Die EVP will den Sitz des amtierenden Gemeinderats Franz Held erfolgreich verteidigen.

«D’REGION»: Welches sind Ihrer Ansicht nach die grössten Herausforderungen, welche die Exekutive in der nächsten Legislaturperiode anpacken muss?  
Anstehende Herausforderungen der nächsten Legislaturperiode sind unter anderem
die Zukunft des Gotthelf Zentrums, die Konsolidierung der Schule
sowie die Sanierungen des Lehrschwimmbeckens und des Gemeindehauses.

«D’REGION»: Aus welchen Gründen sollen sich die Stimmberechtigten für die Kandidierenden der EVP entscheiden?
Die EVP engagiert sich für eine konstruktive und lösungsorientierte Sachpolitik. Unsere Politik orientiert sich an grundlegenden christlichen Wertmassstäben wie Verantwortung, Glaubwürdigkeit, Nachhaltigkeit oder Solidarität.
Bei der EVP steht das Gewissen über den Interessen, der Mensch kommt vor der Macht.
Die EVP engagiert sich für Lösungen, die dem Wohl aller Bürgerinnen und Bürger dienen.

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