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Die Lueg wird am 1. Mai 2019 wiedereröffnet

Di, 02. Apr. 2019

KALTACKER: Der Restaurations- und Eventbetrieb wird nach sechsmonatigem Unterbruch wieder aufgenommen. Am 25. März wurde mit dem Rückbau der Metalldachkonstruktion der «Erlebnisbühne Emmental» begonnen. ra

Am Montag, 25. März 2019, ist mit dem Rückbau der Metalldachkonstruktion der «Erlebnisbühne Emmental Lueg­Arena» aufgrund des letztinstanzlichen Bundesgerichtsentscheids begonnen worden. Damit geht ein unerfreuliches Kapitel in der Geschichte der Lueg seinem Ende entgegen. Etwas Neues kann beginnen. Die Lueg wird am 1. Mai 2019 nicht nur wiedereröffnet, sie wird zum Schweizer Volksmusik-Zentrum. Und ab dem 20. November 2019 wird die «Erlebnisbühne Emmental LuegArena» für eine beschränkte Zeit in neuem Glanz respektive Zelt erstrahlen. Eine internationale Variété-Weihnachtsshow wird auf die Bühne gebracht, während sich die Umgebung in eine magische Weihnachtswunderwelt verwandelt.

Medienorientierung
Zeitgleich mit dem Rückbaubeginn lud Jörg Moser, der in den vergangenen Jahren massiv in die Lueg investiert hatte, zu einer Medienkonferenz. Der in Burgdorf Aufgewachsene mochte nicht gross zurückblicken, obwohl das Bundesgerichtsurteil und die damit verbundene Passivität der Behörden von Heimiswil dem Betrieb auf der Lueg enorm geschadet hätten. 24 Mitarbeitende verloren im Oktober 2018 ihren Job. Den eigenen Verlust durch die Schliessung bezifferte Moser mit mehreren Hunderttausend Franken. Immer wieder seien ihm in den vergangenen Jahren «da obe» massive Steine in den Weg gelegt worden, fasste er zusammen. Wichtig sei ihm jetzt nur noch die Zukunft. «Deshalb nehme ich das Heft wieder selber in die Hand», so der Verwaltungsratspräsident der Moser und Partner AG, Ittigen. Aber es werde das letzte Mal sein. Kommenden Monat wird Moser pensioniert.

Schweizer Volksmusik-Zentrum
Schweizer Volkskultur ist auf der Lueg mit dem Lueg-Schwinget, dem Lueg-Schiessen und den Jodlernächten beheimatet. «Auf dieser grundsoliden Basis bauen wir jetzt auf», so Moser. In enger Zusammenarbeit mit dem Haus der Volksmusik in Altdorf und mit dem Verband Schweizer Volksmusik (VSV) sowie mittels Gründung einer Stiftung will Moser neu durchstarten. Besonderer Wert soll auf die Nachwuchsförderung gelegt werden. Die jungen Künstler erhalten auf der Lueg eine Bühne. Das Gleiche gilt auch für Radio Tell, dem künftig ein Studio für Aufnahmen und Live-Übertragungen auf der Lueg zur Verfügung steht. Programm- und Co-Geschäftsleiter Alexander Dal Farra zeigte sich hocherfreut: «Es ist für uns ein Glücksmoment, auf der Lueg ein Studio-Standbein einrichten zu dürfen und von diesem Punkt aus regelmässig live senden zu können.»

Profis und «alte» Bekannte
Silke und Peter Sperner heisst das Wirte-Ehepaar, welches bereits im Ausflugs- und Seminarhotel Lueg gearbeitet hat und sich ab 1. Mai 2019 erneut um das Wohl der Gäste und die Betreuung von Banketten und Seminaren kümmern wird. «Wir sehen uns eigentlich mehr als Akteure im Hintergrund. Wir schauen, dass das Engagement von Jörg Moser und Markus Müller aufgeht», äusserte sich der Deutsche Peter Sperner dazu. Mit dem Emmentaler Dialekt hätten sie beide keine Mühe. Wer wie sie in der Schweiz auf der Rigi zu arbeiten und den Muotathaler Dialekt zu verstehen gelernt habe, der bekunde mit dem «Berndeutschen» keine Mühe. Apropos Markus Müller: Er hat einen Master in Kulturmanagement und hat in den letzten drei Jahren auf der Lueg zuerst eine Oper, dann zwei Musical-Shows präsentiert.

«Da liegt auch meine Leidenschaft»
«Ich habe 14 Jahre Akkordeon gespielt und in verschiedenen Formationen mitgemacht», liess Markus Müller die Anwesenden wissen. Er wird für die ganze Organisation auf der Lueg zuständig sein und das Jahresprogramm erstellen. Dank der Verbindung zum VSV und zum Haus der Volksmusik blicke er zuversichtlich voraus. Die Show im November, die mit Volksmusik nichts zu tun habe, sei bereits in Vorbereitung. «Da liegt auch meine Leidenschaft», strahlte er. Moser liess dazu wissen: «Wir werden gesetzeskonform für drei Monate mit einer neuen Arena-Überdachung arbeiten, die sich leicht demontieren lässt.»

Die Ausstrahlung des Emmentals bündeln
«Ich will mit der Wiedereröffnung der Lueg am 1. Mai 2019 die Attraktivität des Emmentals steigern und in übergeordnetem Denken mit weiteren Destinationen und Anbietern (Schaukäserei Emmental, Kambly u. a.) aus dem Emmental zusammenarbeiten», liess Moser verlauten. Emmental Tours und Bern Welcome waren denn auch an der Medienkonferenz vor Ort. «Besser vermarkten! Das ist mein Anliegen. Dabei helfe ich noch mit», schloss er und begrüsste die weiteren Gäste – die Lueg-Sympathisanten – zu Bratwurst und Emmentaler Bier, hergestellt in der «Mein Emmental AG», Zollbrück, und auch im Angebot auf der Lueg.

Barbara Schwarzwald

www.lueg.ch.

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