Persönliche Geschichten aus der Feder der Stiftung intact

| Di, 19. Jan. 2016

BURGDORF: Mitte Januar 2016 lud die Stiftung intact, ein berufliches Integrationsangebot für Sozialhilfeempfangende und Erwerbslose, zum Neujahrsapéro ein. In einer Podiumsdiskussion bot sich vier Angebotsteilnehmenden die Gelegenheit, von ihren Erlebnissen zu berichten. mwb

Am vergangenen Dienstag lud die Stiftung intact, ein berufliches Integra­tionsangebot für Sozialhilfeempfangende und Erwerbslose, zum Neujahrs­apéro im Wartsaal-Café des Bahnhoftreffs Steinhof (BTS) ein. Mit dieser Veranstaltung dankte die Stiftung den Vertretern der Politik, der Verwaltung, der Wirtschaft und den Mitarbeitenden und Gästen für die gute Zusammenarbeit. Zu diesem Anlass wurde eine Podiumsdiskussion mit vier Angebotsteilnehmenden der Stiftung organisiert. Die Diskussion moderierte Professor Daniel Iseli, Dozent und Projektleiter der Berner Fachhochschule Soziale Arbeit.

500 Angebotsteilnehmende jährlich
Die Stiftung intact entstand vor neunzehn Jahren aus einem Projekt für Arbeitslose, damals mit Angeboten in den Bereichen Hauslieferdienst und Velostation. In den darauf­folgenden Jahren entwickelte sich der Betrieb weiter. Aktuell werden an den Standorten Burgdorf, Kirchberg und Langnau in den Bereichen Atelier, BTS Gastro, Keramik, Hauslieferdienst, Velostation und -werkstatt, Garten- und Landschaftspflege, PROPR Reinigungen und Umzug und Recycling jährlich 500 Teilnehmende beschäftigt. Das breit gefächerte Angebot der Stiftung bietet für jeden einen geeigneten Arbeitsplatz mit dem Ziel der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Die vier Podiums­teilnehmenden, tätig in den Bereichen PROPR, Velostation, Hauslieferdienst und BTS Gastro gewährten den Anwesenden Einblick in ihren Tagesablauf und ihre Beweggründe für die Teilnahme an den Angeboten der Stiftung intact.

Dynamische Tätigkeitsfelder und viel Dankbarkeit
Der Mitarbeitende der Velosta­tion erzählte von seinem turbulenten Arbeitsalltag. Gearbeitet wird in zwei Schichten, jeweils von sechs Uhr morgens bis zehn Uhr abends. Er sei Bewacher und Ladenhüter zugleich, schätze den Kontakt mit den Kunden und Projektteilnehmenden und geniesse seine dynamische Arbeitsstelle in vollen Zügen. Im Wartsaal-Café BTS im Bahnhof Steinhof herrscht von acht Uhr morgens bis um vier Uhr nachmittags Betrieb. Je nach Auftragslage können die Arbeitstage auch manchmal länger dauern. Jeder Tag beginnt mit einer Besprechung, danach werden die hundert Mittagessen für verschiedene Kindertagesstätten der Region zubereitet, worauf der Mittagsmenü-Service folgt. Beim Hauslieferdienst beginnt der Tag zwei Stunden später, die erste Auslieferung erfolgt um 10.15 Uhr, die letzte um halb sieben abends. Je nach Zone werden täglich zwischen 40 bis 60 Kilometer mit dem E-Bike zurückgelegt, gearbeitet wird speditiv, damit jede Lieferung rechtzeitig erfolgt. Für persönlichen Kundenkontakt nimmt man sich trotz gedrängtem Zeitplan gerne Zeit. Bei PROPR erlebt die Mitarbeitende täglich viel Dankbarkeit. Sie betreut momentan zwischen drei und vier Kunden und schätzt ihre abwechslungsreiche Tätigkeit.

Ein Anker in der Not
Die Angebotsteilnehmenden der Stiftung intact fassen dank einem geregelten und stabilen Arbeitsablauf wieder Fuss in der Arbeitswelt. Man ist Teil eines Teams, was ein Gefühl der Zugehörigkeit und der Wertschätzung bewirkt. Im Jobtraining und während des Bewerbungscoachings werden die Teilnehmenden auf eine Stelle nach intact vorbereitet. Für viele Teilnehmende ist intact ein Anker in Zeiten der Not, eine Station auf dem künftigen Lebensweg.
Im nächsten Jahr feiert die Stiftung ihr 20-jähriges Jubiläum, «Wir bringens» wird es auch weiterhin bringen. Mehr Informationen auf der neu gestalteten Homepage der Stiftung: www.wir-bringens.ch.

mwb

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