Das Burgdorfer Bier reiht weiterhin Erfolgsjahr an Erfolgsjahr

Mo, 22. Mai. 2017

BURGDORF: An der 19. Generalversammlung der Burgdorfer Gasthausbrauerei AG stand das vergangene Jahr im Fokus. Ausnahmslos erfreuliche Nachrichten waren dabei zu vernehmen. Die Burgdorfer Gasthausbrauerei AG kann erneut auf ein Erfolgsjahr zurückblicken. red

Die Generalversammlung der Gasthausbrauerei ist zu einer eigentlichen Institution geworden, die einem Protokoll folgt, das für die Anwesenden leicht vorauszusehen ist. Das war an der heurigen 19. Ausgabe bestimmt nicht anders, wenn auch die eine Aktio­närin oder der andere Aktionär bei der Lektüre der Einladung an einer Stelle aufgehorcht haben mag: «VR und Braumeister arbeiten an einem Projekt zur Sicherstellung und Erweiterung unserer Möglichkeiten in der Nähe des Kornhauses. Wir wollen die Reserven für künftige Investitionen weiter äufnen und schlagen der GV deshalb vor, den Bilanzgewinn mehrheitlich den Gewinnreserven zuzuweisen», war dort zu lesen.  

Investitionsprojekt in der Pipeline
Verwaltungsratspräsident Stefan Aebi nahm diesen Ball denn auch gleich zu Beginn seines Jahresberichtes auf und entschuldigte sich für diesen «kryptischen» Hinweis – um die Aktionäre aber gleich etwas weiter zu vertrösten: «Das in Aussicht gestellte, langfristig ausgelegte Projekt ist aber noch nicht so weit gediehen, dass wir Ihnen schon heute Näheres berichten können.» Der Verwaltungsrat sei aber keineswegs auf einen unbedingten Wachstumskurs aus. Vielmehr folge er in der Grundausrichtung dem Leitbild der Gasthausbrauerei, wonach sie sich als ein regionales Unternehmen verstehe, das die Gewinne in die Qualitäts- und Prozessoptimierung investiere. Aebis Worte verfehlten ihre Wirkung offensichtlich nicht, in der nachfolgenden Abstimmung stimmten Aktionäre dem Traktandum «Verwendung des Bilanzgewinnes» jedenfalls in der üblichen überwiegenden Mehrheit zu.

Flaschenanteil von knapp 70 Prozent
Diesen Bilanzgewinn konnte Aebi nachfolgend als einen Rekordwert präsentieren: Die 484 000 Franken sind das in der 19-jährigen Geschichte der Burgdorfer Gasthausbrauerei mit Abstand beste Resultat. Dazu beigetragen hat insbesondere auch die Produktinnovation der 0,33-l-Einwegflaschen, die mit über 1000 hl Absatz praktisch für das gesamte Hektoliter-Wachstum von 14 Prozent auf über 8000 hl verantwortlich zeichnete. Geschäftsführer Thomas Gerber verdeutlichte das in der Jahresrechnung: Die Brauerei hat 2016 rund 808 000 Liter Burgdorfer Bier verkauft. 70 Prozent davon, die als Flaschenbier für den Handel anfallen, teilen sich in 912 000 Halbliterflaschen (oder etwa 17 000 weniger als 2015) und über 320 000 0,33-l-Einwegflaschen, die in der Berichtsperiode erstmals ganzjährig erhältlich waren.
Nach diesen ausnahmslos erfreulichen Nachrichten durfte es kaum erstaunen, dass die 1962 anwesenden Aktionäre/-innen auch alle anderen Anträge des Verwaltungsrates mit der hinlänglich bekannten grossen Mehrheit und Geschwindigkeit durchwinkten. Das eingangs erwähnte Protokoll sieht nämlich bekanntermassen vor, dass den Abstimmungen ein gemütlicher zweiter Teil folgt, in dem die Anwesenden Gelegenheit haben, die von der Brauerei hergestellten Waren in der erforderlichen Ruhe zu verkosten. Der zum freien Bier gereichte Gutschein für eine Wurst, den der gute Abschluss zum zweiten Mal ermöglicht hat, scheint auf dem besten Weg zu sein, ebenfalls Eingang ins Protokoll der GV zu finden.

Stefan Herrmann

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