200 Jahre Mobiliar

  10.06.2026 Aktuell, Gesellschaft

Die Mobiliar ist die älteste und eine der grössten Versicherungsgesellschaften der Schweiz. Dass sie bereits vor 200 Jahren gegründet wurde, ist dabei kaum vorstellbar: Ihre Geschichte reicht weiter zurück als jene der Fotografie oder des Bleistifts. Entstanden ist sie nach einem verheerenden Brandschaden. Aus der Erkenntnis, dass grosse Schäden von Einzelpersonen kaum allein getragen werde können, entstand der Gedanke der gegenseitigen Hilfe. Die Mobiliar wurde in Bern als genossenschaftlich organisierte Versicherung gegründet. Der Gedanke der gegenseitigen Unterstützung prägt die Mobiliar bis heute.

Tradition und Innovation
Christian Jordi, Generalagent der Mobiliar Burgdorf mit zusätzlichen Standorten in Fraubrunnen und Sumiswald, begrüsste am vergangenen Donnerstag die Anwesenden im Saal des Casino Theaters und gab Einblick in die aktuellen Entwicklungen bei der Mobiliar. 
Mit 55 Mitarbeitenden betreut die General­agentur ihre Kundschaft direkt vor Ort. In rund einem Jahr wird die Mobiliar ins Aebiareal umziehen, wo derzeit in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof ein neues Gebäude entsteht. Schweizweit beschäftigt die Versicherungsgesellschaft 6572 Mitarbeitende.
Eine Versicherung mit einer 200-jährigen Geschichte setzt auf Tradition – doch ohne Innovation hätte sie langfristig keinen Bestand. Genau diese beiden Themen standen im Zentrum eines Gesprächs, das von Reto Wiedmer moderiert wurde. Zu Gast war unter anderem der erfolgreiche Schwinger Matthias Aeschbacher, dessen Sportart wie kaum eine andere für gelebte Tradition steht. Im Verlauf des Abends gab er dazu vertiefte Einblicke. Zweiter 
Gesprächspartner war Thierry Kneissler, Miterfinder von Twint. Heute berät er Unternehmen in strategischen Fragen und engagiert sich als Start­up-Coach.
Tradition und Innovation schliessen sich nicht aus. Darin waren sich die beiden Gäste einig. Der als innovativ geltende Kneissler schätzt traditionelle Feste wie Weihnachten oder Ostern, weil sie Halt geben. Tradition dürfe jedoch nicht als Vorwand dienen, um sich hinter Bestehendem zu verstecken. Vielmehr solle sie als Grundlage für Neues verstanden werden. 
Der eher traditionell verankerte Aeschbacher ist offen für Innovationen. Obwohl er sich gelegentlich sperrig gegenüber technischen Veränderungen zeigte, bezahlt er mit Twint und hat während eines Jahres verschiedene Gesundheits- und Leistungsdaten mithilfe eines Health Trackers erfasst und ausgewertet. Diverse Veränderungen könnten dem Schwing­sport nicht schaden, doch die Trainer agieren in ihrer Funktion mit  einer guten Mischung aus Tradition und Innovation.

Ausblick 
Christian Jordi blickt mit Besorgnis, aber auch mit Zuversicht in die Zukunft. Eine Herausforderung sieht er in zunehmenden Naturereignissen und den damit verbundenen Schäden für Bevölkerung und Wirtschaft. Zuversichtlich stimmt ihn hingegen die Innovationskultur der Mobiliar, die gezielten Lösungen für Grossereignisse entwickelt. Mit dem Engagement im Rahmen des Mobiliar Genossenschaftsfonds unterstützt die Mobiliar Projekte zur Prävention und Bewältigung von Naturgefahren.  
Unter dem Motto «besser zusammen», schloss Jordi den offiziellen Teil und lud die Gäste zu einem Apéro riche ein.  

Text und Bilder: Helen Käser


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