Klarinette und Harfe im Gertsch-Museum

  29.08.2011 Aktuell, Burgdorf

Um Geld für das Projekt «Mikrokredit» zu sammeln – einem Projekt für Frauen in der Schweiz, die über eine gute Geschäftsidee, aber nicht über genügend finanzielle Ressourcen verfügen, um einen Bankkredit zu erhalten –, lädt der Burgdorfer Frauen-Service-Club Soroptimist International am kommenden Samstag zu einem Benefiz-Konzert ins museum franz gertsch ein.
Ein hochkarätiges Duo wird dieses erste Konzert bestreiten: der immer wieder international zu hörende Burgdorfer Klarinettist Stephan Siegenthaler und die tschechische Harfenistin Jana Bouškova, die als eine der weltbesten Harfenistinnen gefeiert wird. Ein Interview mit Stephan Siegenthaler.


«D’REGION»: Sie sind – neben Ihrer Tätigkeit als künstlerischer Leiter der Konzertreihe KlangArtConcerts im museums franz gertsch – oft mit angesehenen Orchestern im Ausland anzutreffen, an Konzerten, bei CD-Aufnahmen. Warum nun ein Benefiz-Konzert in Ihrer Heimatstadt?
Stephan Siegenthaler: Erstens gebe ich immer wieder gerne Benefiz-Konzerte – das ist quasi mein Beitrag an die Gesellschaft, eine ideale Form von Fundraising, bei der die Leute auch etwas davon haben. Zweitens überzeugte mich dieses Mikrokredit-Projekt für Frauen in der Schweiz. Gerade hier in der Schweiz vergisst man nur allzu häufig, dass gerade auch Frauen, die sich selbständig machen wollen, nicht die gleichen Ausgangschancen haben – und nicht nur finanziell.

«D’REGION»: Am Benefiz-Konzert spielen Sie mit der Harfenistin Jana Bouškova zusammen – eine spezielle Kombination.
Es ist tatsächlich eine sehr interessante Kombination, die aber sehr gut zusammen funktioniert und auch von den Klangfarben der beiden Instrumente her wunderbar harmoniert.

«D’REGION»: Aber Literatur für Klarinette und Harfe gibt es nicht allzu viel.
Es gibt schon Stücke, die original für Klarinette und Harfe geschrieben wurden, allerdings wirklich nicht viele. Da ich aber das Spiel auf der C-Klarinette ebenfalls sehr liebe, öffnet sich das Spektrum beträchtlich. Denn mit der C-Klarinette, deren Artikulation gewandter und rascher ist, lassen sich auch Werke spielen, die zum Beispiel für Oboe geschrieben wurden.

«D’REGION»: Das Konzert ist als «Musikalische Reise durch Europa» angekündigt...
Ja, wir werden Stücke aus möglichst vielen europäischen Ländern spielen – zum Beispiel aus Skandinavien, England, Frankreich, Ungarn und Tschechien. Andrea Flückiger

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