Wenn Eltern in die Lehre gehen...

  26.09.2011 Aktuell, Vereine, Burgdorf

Den Eltern Sicherheit in Sachen Kinder und Erziehung zu geben und das Vertrauen ins eigene Können zu stärken – das war das Ziel der dreiteiligen, 18 Monate dauernden Elternlehre, die im April 2010 in Burgdorf zum ersten Mal gestartet wurde. Im Durchschnitt nahmen zehn Personen dieses Angebot des Vereins Elternbildung Kanton Bern (VEB) in Anspruch – und sie haben diesen Monat die «Lehre» abgeschlossen. Zeit für Katrin Hodel, die Leiterin der Elternlehre in Burgdorf, Bilanz zu ziehen.
Sie sei sehr zufrieden mit diesem ersten Lehrgang, meint die Erwachsenenbildnerin und Supervisorin BSO: «Die Kursteilnehmer/innen kamen aus den verschiedensten Altersgruppen und Bevölkerungsschichten und waren durchwegs sehr interessiert und engagiert – und übrigens hatten wir in Burgdorf einen hohen Männeranteil, weil häufig gleich beide Eltern den Kurs besuchten. Wir hoffen aber, dass wir den Bekanntheitsgrad bei Eltern und Behörden noch steigern können.» Der Kurs selbst sei in drei Module eingeteilt, die unabhängig voneinander besucht werden könnten, erklärt die Kursleiterin, die auch in der Mütter- und Väterberatung tätig ist: «Die meis-ten Kursteilnehmer/innen haben allerdings alle 18 Kursabende besucht.»

Bestimmte Themenbereiche besonders beliebt
Unter den zahlreichen Themen, die von der Kommunikation mit Babys und Kleinkindern über Entdeckerlust und Bewegungsdrang bis hin zu Ritualen, Machtkämpfen und Wutausbrüchen gingen, seien auch in Burgdorf bestimmte Themenbereiche besonders beliebt gewesen – etwa der Kinderarzt-Abend, an dem ein Arzt zugegen war und sämtliche Fragen beantwortete, das «Grenzen setzen» oder «Freiräume für sich selber schaffen»: «Für uns war immer wichtig, dass wir ressourcenorientiert arbeiten konnten, das heisst, dass wir auf dem vorhandenen Wissen aufbauen konnten – und dass wir stets vermitteln konnten, dass die Eltern schon jetzt ganz vieles richtig
machen.»

Erfahrungsaustausch wichtiger Bestandteil des Kurses
Aus diesem Grund sei auch der Erfahrungsaustausch immer ein wichtiger Bestandteil des Kurses gewesen: «Es tut nämlich unglaublich gut, wenn man irgendein ‹Problem› hat und andere einem sagen: ah ja, das kennen wir auch – oder: bei uns war das auch so, wir haben dies und jenes ausprobiert und mit der dritten Variante hatten wir schliesslich Erfolg…» Andrea Flückiger
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