Eröffnung Open-Air-Kino im Schützenhaus

| Di, 03. Jul. 2012

BURGDORF: Am 5. Juli haben die Tage des Wartens ein Ende – das Burgdorfer Freilicht-Kino startet in die Sommersaison 2012. Bis Anfang September wird eine vielfältige Auswahl an Blockbustern sowie weniger bekannten Nischenstreifen geboten. red

Am Donnerstag öffnet das Open-Air-Kino im «Schützenhaus» seine Pforten für die Öffentlichkeit und lädt zum 13. Mal zum Lichtspieltheater unter freiem Himmel. So finden vier Mal pro Woche auch heuer wieder rund 230 Besucher Platz im Garten der Wirtschaft zum Schützenhaus, um den Tag bei einem kühlen Getränk und einem guten Film ausklingen zu lassen.
Bis Anfang September wird eine vielfältige Auswahl an Blockbustern aus der aktuellen Saison oder aus dem letzten Jahr, die man sich openair gerne nochmal anguckt, sowie weniger bekannte Nischenstreifen geboten. Mit dem insgesamt neunwöchigen Programm soll ein breites Publikum angesprochen werden. Die Spieltage sind Donnerstag, Freitag und Samstag sowie der Kinomontag. Filmbeginn ist zwischen 21.30 und 22 Uhr geplant, je nach Dämmerung.

«Klein, aber fein»
So lautet seit 2000 das Motto des Open-Air-Kinos im «Schützenhaus». Nachdem in Burgdorf eines der ersten Freiluftkinos der Schweiz war, ratterten für lange Zeit keine Filmspulen mehr unter freiem Himmel. Vor 12 Jahren liessen die Kinobetreiber Manuel und Mathias Zach nach rund 30 Jahren stillgelegtem Burgdorfer Freiluftkino mit dem Projekt «Cinété» alte Zeiten wieder aufleben.
«Der ‹Schützenhaus›-Garten ist eine ausgezeichnete Location und vermag echtes Open-Air-Feeling zu vermitteln», ist Manuel Zach überzeugt. «Obwohl das Kino schon öfters totgesagt wurde – ich glaube an seine Zukunft – besonders an jene des Open-Air-Kinos, das jeden Film zu einem Ereignis werden lässt.» Selbst ein leichtes Sommergewitter könne durchaus einen reizvollen Effekt erzielen, so finden die Vorstellungen des Burgdorfer Open-Air-Kinos inzwischen bei jeder Witterung statt.
Was das Open-Air-Kino im «Schützenhaus» von andern Leinwänden im Grünen unterscheidet, seien die Vorführungen von erfolgreichen Filmen in Originalfassung. Auf ärgerliche Synchronstimmen und schlechte Übersetzungen, bei denen vielfach ein grosser Teil des Wortwitzes verloren geht, wird verzichtet.

Kunst- und Kultfilme mit einer Prise Mainstream-Kino
Das abwechslungsreiche Programm  2012 bietet hochklassige Filme, von denen ein Grossteil noch nie in den Burgdorfer Kinos zu sehen war. «Es ist uns erneut gelungen, einen durchmischten Mix aus Blockbustern, typischen Open-Air-Filmen und eher unbekannteren Juwelen zusammenzustellen», freut sich Operateur Raffael Fluri.
Zu sehen ist etwa die französische Komödie «Intouchables», eine berührende Geschichte, die mit Witz und Tiefgang von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem vom Hals an abwärts gelähmten Philippe und dem arbeitslosen Ex-Sträfling Driss erzählt. «Ein sehenswerter Film, der mit schwarzem Humor, pfiffigen Dialogen und guten Hauptdarstellern besticht», beurteilt Zach seinen Favoriten. Aufgrund der grossen Nachfrage wird er gleich zweimal gezeigt, am 12. Juli in Originalsprache und Ende der Saison, am 31. August, ein zweites Mal in deutscher Übersetzung.
Einen Besuch lohnt ebenso «La piel que habito», ein souverän verschachteltes Melodrama um Schuld und Sühne von Pedro Almodóvar. Mit erzähltechnischer Raffinesse und kalter Grausamkeit handelt der Film von einer unfasslich grausamen Strafaktion eines Vaters – eine buchstäblich unter die Haut gehende, komplexe Geschichte.  
Ebenso hat die bunte Mischung der verschiedenen Filmgenres auch aktuelle US-Produktionen wie die Romanze «One Day», die Komödie «Bad Teacher» oder «Midnight in Paris» zu bieten. Ebenfalls auf dem Programm stehen die dramatisch angehauchte Komödie «Habemus Papam» aus Italien, die schwarze irische Komödie «The Guard» oder die deutschen Schwänke «Männerherzen…» und «Türkisch für Anfänger». Mit «Der Verdingbub», «Die Kinder vom Napf» und «Operation Casablanca» sind auch drei Schweizer Produktionen vertreten.

Ungewisse Zukunft
Ungewiss ist, in welcher Form es das Open-Air-Kino im «Schützenhaus» auch noch im kommenden Jahr geben wird. Grund ist die kostspielige Umrüstung auf digitalen Betrieb. Die teure Konversion sei mit dem aktuellen Format des Burgdorfer Open-Air-Kinos nicht zu bewerkstelligen, doch digital zur Verfügung stehende Filme werden kaum noch umkopiert, so Zach.

Vorverkaufsstellen: Wirtschaft zum Schützenhaus, im Hotel Berchtold, im Tourist Office Burgdorf wie auch in den Kinos Rex und Krone. Weitere Informationen und Programm unter www.cinete.ch.

nwb

 

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