Anlaufstelle für Gewaltbetroffene in Burgdorf wird weitergeführt
26.09.2012 Aktuell, BurgdorfBurgdorf ist seit 2001 Mitglied beim gggfon, dem Beratungs- und Informationsangebot der Regionen Bern und Burgdorf zum Thema Gewalt und Rassismus. Die Bevölkerung, Schulen, Vereine oder auch die Verwaltung können beim gggfon fachliche Unterstützung und Beratung gratis oder günstig anfordern sowie von den Erfahrungen und der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden profitieren. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, die Beteiligung am Angebot gggfon bis 2015 zu verlängern.
In Burgdorf wurde 2010 zudem eine Notfallnummer für Hilfesuchende bei Gewaltvorkommnissen eingerichtet. «Betroffene wissen oft nicht, welche Fachstelle ihnen bei ihrer Frage oder ihrem Problem weiterhelfen kann», so Andrea Staub, Leiterin Bereich Jugend und Koordinationsverantwortliche der Kommission für Gewaltprävention und Sicherheit. Deshalb sei gggfon als Anlaufstelle bestimmt worden, an welche sich alle wenden könnten. Von dort würden sie an eine geeignete Fachstelle weitervermittelt.
Diese Fachstellen hat die städtische Kommission für Gewaltprävention und Sicherheit Ende August zu einem ersten Netzwerktreffen eingeladen. Es wurden Fallbeispiele diskutiert sowie Themen gesammelt, welche aus Sicht der Fachstellen weiterverfolgt werden sollten. Zudem wurde beschlossen, dass der Flyer «Erstkontakt bei Gewaltvorkommnissen» mit der Notfallnummer weiterhin aufgelegt werden und im Amtsanzeiger erscheinen soll. «Alle Teilnehmenden schätzten den interessanten und lehrreichen Austausch sehr. Deshalb findet in rund einem Jahr erneut ein Netzwerktreffen statt», war von Andrea Staub zu vernehmen.
Erstkontakt bei Gewaltvorkommnissen
Akute Notlage: «Ich muss sofort handeln…», internationaler Notruf Tel. 112.
Anlaufstelle «Ich brauche Hilfe…», gggfon Tel. 031 333 33 40 (tel. Beratung).
zvg

