Jubiläumsanlass der Revolverschützen
26.11.2012 Aktuell, Hindelbank, SportDiesen Frühling war bereits die neue Vereinsfahne eingeweiht worden. Neben den Vereinsmitgliedern gaben sich zahlreiche Gäste aus Schützenkreisen, befreundeten Nachbarvereinen und der Dorfpolitik die Ehre. Im Saal gab zudem eine Ausstellung mit Dokumenten, Urkunden und Auszeichnungen Einblick in die lange Vereinsgeschichte.
Nach dem durch das Bläserquartett des Berner Oberländer Militärspiels intonierten Auftakt wandte sich Vereinspräsident Daniel Krebs (Zollikofen) an die grosse Festgemeinde. Vier schiessbegeisterte Männer hätten vor 125 Jahren den Verein gegründet; aber ohne aktive Nachfolge unzähliger weiterer Mitglieder seither wären die Revolverschützen nie zu diesem Jubiläum gekommen, meinte Krebs. So gebühre allen grosser Dank, vor allem auch jenen, die sogar Vereinskrisen zu überwinden wussten.
Urs Lüthi, Vize-Präsident des Gemeinderates, hielt fest, dass das Vereinsleben im Dorf vermehrt Konkurrenz durch elektronische Medien erfahre, umso mehr sei ein derart langes Bestehen eines Vereins zu würdigen. Werner Salzmann, Präsident des Berner Sportschützenverbandes, blickte zurück auf das Gründungsjahr 1887, als Kanzler Otto von Bismarck die deutsche Politik prägte und «in Paris das erste Autorennen stattfand». Der Schiesssport sei aus Tradition und geschichtlicher Verantwortung entstanden, stets habe es zur Fortführung der Idee Idealisten und beharrliche Schaffer gebraucht. So hätten die Revolverschützen bis heute ihre Pflicht bestens erfüllt.
Streifzug durch das Archiv
Das Wühlen im Archiv habe sich gelohnt, sagte Präsident Krebs, viele Zeugen vergangener Erfolge, aber auch von Schwierigkeiten seien so zum Vorschein gekommen. Seit den vier Schützen aus der Gründungzeit entwickelte sich der Mitgliederbestand auf heute 49, darunter sind 7 Frauen. Bis Ende 1989 habe man in der alten Turngrube «Richtung Dorf geschossen», meinte der ehemalige Präsident Fritz Burkhalter; das hätte sich dann aber nicht mehr länger verantworten lassen. Zudem sei der Wunsch nach einer zusätzlichen 25-Meter-Anlage laut geworden. Im April 1990 war die neue Anlage als Ergänzungsbau zum Schützenhaus im Moos realisiert. Fronarbeiten im Wert von 50 000 Franken hätten viel zum guten Gelingen beigetragen.
Maria Schafroth, als Vertreterin der jungen Generation, berichtete über ihren Werdegang im Pistolenschiessen, der sie bis zu nationalen Erfolgen gebracht hat, zusammen mit ihrer Schwester Alexandra. Bruder David hat es sogar zu europäischem Spitzenplatz gebracht und ist heute im Nationalkader.
Seit 1992 organisieren die Revolverschützen das alljährliche «Pistolen-Schloss-Schiessen». Ab 2009 verfügt die Pistolen-Schiessanlage über umweltfreundliche Kugelfänge, wo das anfallende Metall in Schubladen gesammelt wird und das Erdreich nicht mehr belastet. So sei auch ein kleiner Verein zur Realisierung grosser Vorhaben fähig, die die Existenz des Vereins weiterhin gewährleisteten, so die Ausführungen von Schützenmeister Rudolf Witschi.
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Aus den Ranglisten der Jahresmeisterschaft 2012: Kat. A: 1. David Schafroth, 2. Roland E. Schafroth, 3. Maria Schafroth. – Kat. B: 1. Gerhard Wittmer, 2. Willy Bähler, 3. Heinz Treier.

