Die Räume der Einwohnerdienste wurden neu gestaltet
29.01.2013 Aktuell, BurgdorfOffiziell hat der Gemeinderat Burgdorf im Zuge der Reorganisations- und Sparmassnahmen einen möglichst umfassenden Dienst an der Bevölkerung im Visier gehabt, als er die Verschiebung der Telefonzentrale und des Verkaufs der Gemeinde-Tageskarten vom Kirchbühl 19 ins Kirchbühl 23 beschliesst.
Kundenfreundlich
Ganz wichtig ist dem Rat laut Auskunft von Stadtpräsidentin Elisabeth Zäch der erste – möglichst gute – Eindruck, den eine Person beim Betreten dieser städtischen Liegenschaft erhält. Die neue, zentrale Anlaufstelle präsentiert sich nach dem von Architekt Martin Aeschlimann konzipierten Umbauprojekt ansprechend und funktionell; beim Rundgang sind nur lobende Worte zu hören. Der 280 000 Franken teure Umbau ist in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege realisiert worden. Aeschlimann gibt einige Eckdaten des nach dem grossen Stadtbrand 1866 errichteten – nun denkmalgeschützten – Hauses bekannt, in dessen Obergeschoss heute die öffentlichen Stadtratssitzungen stattfinden.
Nach Betreten des Gebäudes gelangt der Besucher durch eine grosse Glastür in den Schalterbereich der Einwohnerdienste. Früher hat eine Milch-glasscheibe bisweilen Verwirrung ausgelöst. Jetzt präsentiert sich dieser Bereich der Einwohnerdienste und des Steuerbüros nach zwei Monaten Umbauzeit kundenfreundlich, mit zeitlos schönem, modernem und funktionellem massgeschneidertem Mobiliar. Einen zusätzlichen Farbtupfer erhält das Entree durch die grasgrüne Sitzgruppe.
Ausgezeichnete Arbeit
Laut Elisabeth Zäch hat das hier beschäftigte städtische Personal klaglos viele Wochen Staub, Lärm und Farbgerüche ertragen, den Arbeitsplatz wiederholt gewechselt und trotzdem ausgezeichnete Arbeit geleistet. Dafür dankt Zäch in ihrer Ansprache ganz besonders. Durch die Umstrukturierung hat die Verwaltung einen 50-Prozent-Arbeitsplatz einsparen können, was ohne Entlassung erreicht wurde. «Auf die Sanierung der städtischen Finanzen hat diese Lohneinsparung natürlich auch einen Einfluss», hält Zäch fest.
Schon vor längerer Zeit habe der Gemeinderat beschlossen, die städtische Verwaltung auf alle Fälle in der Oberstadt zu belassen, betont Zäch. «Wir schätzen unsere traditionellen Räumlichkeiten in den jahrhundertealten Liegenschaften der Oberstadt», sagt sie. «Bei den Umbauarbeiten sind alte Parkettböden aufgetaucht, die nun restauriert und sichtbar sind. Wir wollen nicht in einem Glaspalast arbeiten, sondern in der uns lieb gewordenen Umgebung der Altstadt.»
Gerti Binz

