Ein Stück Emmental zum Mitnehmen

| Fr, 12. Apr. 2013

BURGDORF: Noch bis am Donnerstag ist die Matura-Arbeit des Burgdorfer Gymnasiasten Dominic Siegenthaler im Schaufenster der Kohler Akustik AG in Burgdorf zu bewundern: «Ein Stück Emmental zum Mitnehmen» als Modelleisenbahnanlage. ra  

 

Vergangenes Jahr erschuf der Bowiler Dominic Siegenthaler als damaliger Sekundaner am Gymnasium Burgdorf eine Modelleisenbahnanlage und 3-D-Collage mit bekannten Bauten und Landschaftselementen des Oberemmentals – als Matur-Arbeit. Noch bis am Donnerstag ist «das Stück Emmental zum Mitnehmen» im Schaufenster der Kohler Akustik AG an der Bahnhofstrasse 43 zu besichtigen.

Dominic Siegenthaler ist ein äusserst kreativer junger Mann. «Man kann so ziemlich alles aus den einfachsten Materialien basteln, man braucht nur eines: Geduld», so die Worte des 18-Jährigen, der in fünf Wochen mit der Matur-Prüfung beginnen wird. Nachdem Siegenthaler anfänglich mit dem Gedanken gespielt hatte, als Matur-Arbeit einen Zeichentrickfilm zu realisieren oder ein Landschaftsbild zu malen, entschied er sich schliesslich dazu, eine Modelleisenbahnanlage zu erschaffen. 260 Arbeitsstunden hat er in sein Werk gesteckt – und wurde dafür von der Burgergemeinde Burgdorf mit dem 1. Preis zur Vorgabe «regional – diagonal – Emmental» ausgezeichnet.

Dass «das Stück Emmental zum Mitnehmen» nach der Prämierung nicht im Keller verstaube, war Dominics Wunsch. Raphael Bütler, Hörgeräte-akustiker mit eidg. Fachausweis bei der Kohler Akustik AG in Burgdorf, war als Jugendlicher ebenfalls ein Modelleisenbähnler und verfügt an der Bahnhofstrasse 43 über ein grosses Schaufenster. Nach einem Telefongespräch mit Dominic erfolgte der Transport der Anlage von Bowil nach Burgdorf. «Das Interesse an der Collage im Schaufenster ist gross. Gerne lasse ich mich darüber in ein Gespräch verwickeln», äussert sich Bütler. Wohin die Reise des Stücks Emmental mit dem Sahlenweidli, der Würzbrunnenkirche, der Emme, den 300 Laubbäumen usw. gehen wird, ist noch offen – genauso wie der Berufswunsch von Dominic. «Architektur, ja, vielleicht, aber das verdichtete Bauen, das ist nicht so mein Ding», sagt der Primaner –  verständlich, wenn man bedenkt, dass er im Oberemmental zu Hause ist.

 

Barbara Schwarzwald

 

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