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«Situation bleibt angespannt»

| Mi, 23. Okt. 2013

UTZENSTORF: Das jährliche Herbsttreffen im Verwaltungskreis Emmental fand in Utzenstorf statt. Als Referent war Grossratspräsident Bernhard Antener geladen. Peter Grossenbacher und Jürg Hauswirth, Utzenstorf, sorgten u.a. für das Rahmenprogramm. ra

Eingeladen hatte das Regierungsstatthalteramt Emmental, Langnau, unter Regierungsstatthalter Markus Grossenbacher. Und sie waren der Einladung gefolgt: Grossratspräsident, Grossräte, Stadtpräsidentin, Präsident des Grossen Gemeinderates, Gemeinderatspräsidenten, Ge­meindepräsidenten, Gemeindeschreiber, Finanzverwalter und Bauverwalter. Die Themenliste des Nachmittags präsentierte sich attraktiv: Referat durch Grossratspräsident Bernhard Antener, Langnau, über sein Präsidialjahr. Vorstellung der Regionalen Bauverwaltung «RegioBV» Westamt, Wattenwil usw.

Vielseitiger Aufgabenbereich
Der Saal im «Bären» Utzenstorf war bis auf den letzten Platz besetzt. Grossratspräsident Bernhard Antener wusste zu fesseln. Seine Amtsdauer als Grossratspräsident betrage lediglich ein Jahr. Gewählt worden sei er durch den Grossen Rat. Seine Hauptaufgabe be­stehe in der Leitung der Verhandlungen, das heisse detaillierte Vorbereitung der einzelnen Geschäfte, Debatten im Rat führen, Abstimmungsprozedere festlegen und Abstimmungen durchführen. Eine weitere Aufgabe sei die Leitung der Präsidentenkonferenz und des Büros des Grossen Rates. Und zum Schluss, aber nicht unwichtig seien die Repräsentationspflichten – als Vertreter des grossen Rates nach innen und aussen sowie als Vertreter des Kantons ausserkantonal und über die Landesgrenzen hinweg. Er als Sportbegeisterter habe in diesem Jahr besonders profitieren können. Gleich zwei eidgenössische Sportanlässe – das Turnfest in Biel und das Schwingfest in Burgdorf – seien in seine Amtszeit gefallen.

Auswirkungen ASP
Komplexer wurde es beim Thema «Auswirkungen ASP» (Angebots- und Strukturüberprüfung) auf den Kanton und die Gemeinden. Statistik um Statistik wurde von Antener gezeigt. Fast 500 Mio. Franken sollten bis 2017 auf Kantonsebene eingespart werden. Ziel ist es, mittels ASP wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Anteners Fazit: «Die finanzielle Situation wird angespannt bleiben. Man kann keine Entwarnung geben.» Kaum eine Gemeinde werde ein ausgeglichenes Budget ausweisen können. Es sei zu prüfen, wo noch effektiver und gemeindeübergreifender zusammengearbeitet werden könne, ergänzte Regierungsstatthalter Markus Grossenbacher Anteners Worte. Aus diesem Grund hatte er Leandro Manazza, Gemeindepräsident von Seftigen, nach Utzenstorf eingeladen. Seit dem 1.1.2013 wirkt in Wattenwil die Regionale Bauverwaltung «RegioBV» Westamt erfolgreich. 13 Gemeinden um Wattenwil und Seftigen haben sich zusammengeschlossen und bilden gleichberechtigt die RegioBV. In der Geschäftsleitung sitzen zwei Wattenwiler, zwei Seftiger und eine Person aus den Anschlussgemeinden.

Geselliger Teil
Peter Grossenbacher, Gemeindepräsident von Utzenstorf, brachte den Anwesenden sein Dorf näher – mit dem einzigen noch intakten Wasserschloss der Umgebung, mit Gotthelf usw. Gemeinderatspräsident Jürg Hauswirth überreichte die Geschenke an  die Referenten. Hansueli Käser, Gemeindepräsident von Zielebach, war für das weitere Programm zuständig. Er bat um rasches Aufbrechen. Mittels Car reiste die Gesellschaft weiter – an einen Ort ohne passende Infrastruktur zum Trainieren, aber mit einem äusserst erfolgreichen Sportverein, während der Ausflug 2012 ins Eissportzentrum Langnau geführt hatte – mit passender Infrastruktur, aber ohne äusserst erfolgreichen Sportverein.

Barbara Schwarzwald

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