Burgdorfer Feier der 18-Jährigen

| Fr, 15. Nov. 2013

BURGDORF: 40 junge Frauen und Männer trafen sich zu einer Feier im Gemeindesaal, wo ihnen die Bürgerbriefe beziehungsweise Mündigkeitsbriefe überreicht wurden. «Ab jetzt sollt Ihr Verantwortung übernehmen» und «Redet mit», so der Aufruf an sie. red

Kurz und knapp, beschränkt auf das Wesentliche und laut den Jugendlichen «ohne Brimborium», geht die Feier für alle 18-Jährigen der Stadt Burgdorf über die Bühne, wobei die nun Mündigen auf der Zuschauertribüne im Gemeindesaal sitzen und den kurzen Ansprachen der Polit-Prominenz lauschen. Im Gegensatz zu früheren Jungbürgerfeiern erhalten die Schweizerinnen und Schweizer ihre Bürgerbriefe, während den Jugendlichen mit ausländischen Pässen die Mündigkeitsbriefe überreicht werden.

«Redet mit»
Stadtpräsidentin Elisabeth Zäch erinnert die Anwesenden mit Jahrgang 1995 daran, dass nach dem Ende der Schulzeit in Lehre oder Weiterbildung mehr gefordert sei als in der obligatorischen Schulzeit. «Ihr seid jetzt mündig, das bedeutet auch Verantwortung. Fragt Euch, was Ihr für die Gesellschaft tun könnt. Beschäftigt Euch mit anstehenden Fragen oder Problemen, redet darüber, nehmt an Abstimmungen und Wahlen teil», fordert sie die Anwesenden auf. «Ihr sollt die Stadt und den Kanton mitgestalten, schliesslich seid Ihr ja ein Teil davon.»

Elisabeth Zäch erinnert an Krisengebiete wie Syrien, den Irak und andere Länder, wo Menschen unter Einsatz ihres Lebens für Demokratie und Mitbestimmung kämpfen: «Wir haben Letztere als Geschenk zur Verfügung und sollten sie nutzen. Interessiert Euch für Politik, seid unbequem und laut, lasst Eure jungen Stimmen hören.»

Positive Mehrheit
Gemeinderat Andrea Probst, Ressort Schule, Jugend, Sport, ermuntert zu Selbstbewusstsein, Neugier, Respekt und kritischen Stimmen, damit jeder seinen Teil zum Wohl der Allgemeinheit beitrage. Und er windet den Anwesenden ein Kränzlein: «Die Mehrheit der Jugend entspricht in keiner Weise dem negativen Klischee, mit dem heute Auseinandersetzungen mit jungen Menschen abgetan werden. Arbeitet aktiv daran, dass Ihr die positive Mehrheit seid.» Er wünscht allen, dass sie «als Spitzengruppe an ihr Lebensziel gelangen».

Niklaus Messerli spricht von seinen Erfahrungen als Jungpolitiker im Stadtrat. «Bei mir erfolgte der Einstieg über eine politische Partei (SP).» Er macht deutlich, dass vor den politischen Erfolgen die ganz normale Arbeit steht: «Es ist in der Politik wie im Leben. Nichts kommt von alleine.» Es sei jedoch befriedigend, die eigenen Möglichkeiten von Einflussnahme wahrzunehmen.

Meret Guggisberg (Cello) und Anina Salzmann (Querflöte) sind für die beeindruckende musikalische Umrahmung der Feier (begleitet am Klavier von Lehrer Ulrich Sperl, Musikschule Burgdorf) verantwortlich. Nach dem Apéro treffen sich alle im Restaurant Sommerhaus zum gemeinsamen Abendessen.

gb
 

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