Familienorchester Halter gastierte vor vollem Haus
28.02.2014 Aktuell, Region, Oberburg, Burgdorf, Kultur, GesellschaftDass eine geräumige Kirche wie die an der Friedeggstrasse 12 an einem Samstagabend bis auf den letzten Platz besetzt ist, ist nicht selbstverständlich, und dass zudem Zuhörer jeden Alters anwesend sind, noch weniger. Es muss an der sympathischen Art der Familie liegen. Mutter Beatrice Halter, ausgebildete Lehrerin, die sich so zurückhaltend gibt, die Violine und Gitarre spielt und für alle Arrangements an den Konzerten verantwortlich ist, sowie Vater Hans Melk Halter, der als Einziger der Familie kein Instrument spielt, aber jeweils durchs Programm führt: Sie dürfen ausnehmend stolz auf ihre Kinder sein. Drei der fünf Töchter haben Musik studiert: Silvia, die Cellistin, Rebekka, die Oboistin, und Brigitte, die Hornistin. Unterstützt werden sie von Luzia, der Volkswirtschafterin, und Beat, dem Müller, die beide Perkussion und Beat zudem Trompete spielen. Lediglich Annemarie ist nicht Teil des Orchesters.
Von der Ostsee bis ans Mittelmeer
Die musikalische Reise führte diesmal von der Ostsee bis ans Mittelmeer. Beginnend mit traditioneller Musik aus Finnland und Schweden, war im Anschluss das Allegro aus den Polowetzer Tänzen von Alexander Borodin zu hören. Russische Zigeunermusik, ein Klezmer und ein serbischer Reigen folgten, bevor sich das Familienorchester in heimatliche Gefilde begab und einen Walzer aus dem Appenzellerland zum Besten gab. Zu Ehren der anwesenden 90-jährigen Nachbarin folgten «Niänä geits so schön und luschtig» und «Ranz des Vaches». Das bekannte Menuett aus dem Streichquartett op. 13 Nr. 5 von Boccherini begeisterte. «La gamba» und «Calata», Lautentabulaturen, von Silvia mit dem Cello gezupft, liessen aufhorchen und das «Gran Concerto su temi dell’opera I vespri siciliani di Verdi» liess die grosse Klasse der drei Musikprofis aufblitzen. Griechische Volksmusik und «Hava Nagila» bildeten den Abschluss des Konzertes.
Barbara Schwarzwald

