Heimatverbundene Jodellieder und viele Verwirrungen mit dem «Hochziter»
12.03.2014 Aktuell, Region, Vereine, KulturMit einem bunten Strauss «äärdeschöner» Jodelmelodien und einem witzig-spritzigen Dreiakter gestaltete der Jodlerklub Obergoldbach wiederum einen gelungenen Konzert- und Theaterabend. Unter der Leitung von Paul Wüthrich woben die 30 Jodler/innen einen harmonischen und bunten Klangteppich erster Güte.
«100 Jahre und kein bisschen leise», dies stellte der Jodlerklub aufs Schönste unter Beweis. Mit «Hei is Dorf», «Bärglerfründe» oder «Das git mir Muet» gewährten sie Einblick in ihr vielfältiges Repertoire und vermochten zu begeistern. Dazwischen zog auch das Obergoldbach-Quintett alle Register seines Könnens. Ihre Darbietungen «Herbschtwald» oder «Hie wo i daheime bi» fügten sich optimal ins Klangbild des Chors ein und bezeugten Liebe zur Natur sowie Heimatverbundenheit.
Ein spezielles Erlebnis waren der «Herteche-Jutz» und «Dr Oberdörfler». Zwischen dem Komponieren dieser beiden Jutze liegen nahezu hundert Jahre, und beide wurden von aktiven Obergoldbach-Jodlern geschrieben.
«Der Hochziter»
Beim Lustspiel «Der Hochziter» von Rosa Weibel und unter der Regie von Niklaus Rindlisbacher nahmen die Laienschauspieler/innen das Publikum mit auf eine Zeitreise, und zwar zurück in die 30er- / 40er-Jahre des vorigen Jahrhunderts. Damit kitzelten sie immer wieder das Zwerchfell der Anwesenden.
Beim Bühnenspektakel in der heimeligen Bauernstube kollidierte der Sohn auf Freiersfüssen mit dem «Zwänggring» von Vater, der die Tochter einer Näherin nicht als geeignete Frau für seinen Sprössling goutierte und diesen des Hofes verwies. «Wele stercher?» beschäftigte drei Akte lang nicht nur die «bärbeissige», aber herzensgute Magd, sondern auch den treuen Hofknecht, den immer durstigen Glaserchrigeli oder den handörgelispielenden Wandergesellen. Erst die «tifigi u chäferigi» junge Magd brachte neue Ordnung ins Bauernhaus – und in die Beziehung zwischen Vater und Sohn…
Im Anschluss wurde zum vergnüglichen Tanz aufgespielt – und bei der reichhaltigen Tombola Fortuna herausgefordert.
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