Dem Umbau-Projekt Markthalle steht nichts mehr im Weg

  30.05.2014 Aktuell, Burgdorf, Gesellschaft

Markus Grimm, Verwaltungsratspräsident der Markthalle Burgdorf AG, ist glücklich und zufrieden. «Der einzige Einsprecher hatte bis vergangenen Freitag um Mitternacht Zeit, nach Abweisung seiner Einsprache in erster Instanz diese weiterzuziehen an die Kantonale Baudirektion. Da bis vergangenen Mittwoch kein Weiterzug von der Baudirektion gemeldet worden ist, darf von einer Erledigung dieser Einsprache ausgegangen werden. Somit ist die Baubewilligung für die Markthalle rechtskräftig.»

Mehrmonatige Bauverzögerung
Die einzige Einsprache ist im Dezember 2013 eingereicht worden. «Da die Stadt bei der Markthalle Burgdorf AG involviert ist, fungierte der Regierungsstatthalter als Baubewilligungsbehörde», erläutert Grimm. Eine Einigungsverhandlung hat nicht stattgefunden. «Wir konnten schriftlich zur Einsprache Stellung nehmen, was wir gemacht haben. Anschliessend hat der Regierungsstatthalter die Einsprache abgewiesen.» Nach Erteilung der Baubaubewilligung am 17. April 2014 hatte der Einsprecher 30 Tage Zeit, diesen für ihn ungünstigen Entscheid an die Kantonale Baudirektion weiterzuziehen, was er nicht gemacht hat.

Es bleibt anzumerken, dass die erste Einsprache gegen ein Baugesuch ohne Kosten für den Einsprecher erfolgt. Nach Abweisung und Weiterzug fallen Kosten an, wenn der Einsprecher erneut unterliegt und zu seinen auch sämtliche Kosten der Gegenseite inklusive Anwalt und Gerichtsgebühren bezahlen muss. Daher drängt sich vor einem Weiterzug eine Chancen-Abwägung und Kosten-analyse auf.

Baustart im Oktober 2014
Nach seinem Befinden gefragt, erklärt Grimm: «Ich fühle mich prächtig und bin sehr froh, dass es – trotz der mehrmonatigen Verzögerung durch diese Einsprache – jetzt endlich losgehen kann. Das Projekt Markthallen-Sanierung besteht seit Langem. Kurz nach der Gründung der Markthalle Burgdorf AG im Jahr 2005 nahm der Gedanke ‹Sanierung/Umbau› Gestalt an. Nach neun Jahren ist es jetzt so weit, dass wir loslegen können.»

Alle Vorarbeiten sind abgeschlossen, die Ausschreibungen für eine General-Unternehmung (GU) laufen bereits. Er rechnet damit, dass «Mitte bis Ende August 2014 dieser Auftrag vergeben werden kann». Die dannzumal ausgewählte GU erledigt zu einem vereinbarten Fixpreis sämtliche Arbeiten und Auftragserteilungen für die Markthalle Burgdorf AG. Grimm rechnet damit, dass im Verlauf des Oktobers mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Die Gesamtkosten für die Markthallen-Sanierung werden auf elf Millionen Franken veranschlagt.

Ziel ist es, spätestens am 1. November 2015 die Markthalle wieder in Betrieb zu nehmen, denn dann «wollen wir die höchste Schweizerin mit Wohnsitz in Burgdorf feiern: die frisch gewählte Nationalratspräsidentin Christa Markwalder, die dieses Amt im Jahr 2016 ausüben wird.»

Gerti Binz

 


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