Buntes und lebendiges Generationenfest im Altersheim Sonnhalde

  26.06.2014 Aktuell, Burgdorf, Kultur, Gesellschaft

Auch das fünfte Generationenfest im Altersheim Sonnhalde – einzig in dieser Art in Burgdorf – kann den bis­herigen Erfolgen angereiht werden. Dank eines Publikums-Grossaufmarsches mutierte es zum Volks­-
fest der Ge­nerationen mit «Spektakel» für alle Altersgruppen.

Novum und Highlight des Festes war  das von Heimleiterin Esther Berchtold organisierte «Wohnzimmergespräch» zum Thema «Alles hat seine Zeit – das hohe Alter in der Gesellschaft». Für ein äusserst interessantes, vielseitiges Podiumsgespräch liessen sich ein Heimbewohner (92 Jahre), eine Heimbewohnerin (87),  die externen Gesprächspartner (80 und 65), eine junge Frau (28) sowie zwei Teenager (12 und 14) engagieren. Ehrengast war Barbara Ida Noser im hohen Alter von 100 Jahren, die das Heim als Feriengast geniesst.

Die Gesprächsgäste antworteten auf Fragen wie: «Wollen Sie 100 Jahre alt werden?» oder «Gibt es im Alter noch Pläne und Zukunftsträume, Hoffnungen und Wünsche?». Als Kernaus­sage dürfte gewertet werden, dass
sowohl die «Jungen» als auch die «Alten» mehr wollen, als nur Jahre aneinander reihen, im Sinne von: «Nicht das Leben mit Jahren, sondern die Jahre mit Leben füllen.» Emotional waren die Erinnerungen von Barbara Ida Noser, aktuell und lebensnah die Bilanz der Sonnhalde-Bewohner/innen sowie mit grossen Erwartungen gespickt die Zukunftswünsche aller Podiumsteilnehmer. Es entstand ein buntes Lebensbild der Gesprächs­teil­neh­men­den, in dem auch das Publikum eigene Wünsche, Ängste und Hoffnungen erkannte. «Das Altern ist ein lebenslanger Prozess», zitierte Esther Berchtold. Für jeden Einzelnen finde er anders statt, wichtig sei jedoch, «Ja» dazu sagen zu wollen, und diese Aufforderung richtete sich an Forumsteilnehmer gleichermassen wie ans Publikum.

Sylvia Mosimann


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