Die Feuerwehr – «Herr der Lüfte» dank Hubrettungsfahrzeugen
24.08.2014 Aktuell, Bildung, Burgdorf, GesellschaftIm vergangenen Jahr rückten im Kanton Bern die Feuerwehren über 3000 Mal aus, um Brände zu löschen. Bei allen grösseren Bränden werden heute auch Autodrehleitern oder Hubarbeitsbühnen (Hubrettungsfahrzeuge) im Ersteinsatz eingesetzt. Diese komplexen Fahrzeuge werden immer mehr zu tragenden Elementen bei den Interventionen. Oft entscheiden sie über einen erfolgreichen Einsatz – das heisst dank ihnen werden oft Menschenleben gerettet oder Sachschäden vermindert. Auch bei «feuerlosen» Einsätzen in schwindelnder Höhe werden Hubrettungsgeräte erfolgreich eingesetzt. Beispiele für die sogenannte technische Hilfeleistung sind zahlreich. So werden sie für schwierige Patiententransporte aus Gebäuden ohne Lift, zum Absä-
gen von Ästen über Strassen, zum Sichern von Einsatzkräften auf Dächern, in steilem Gelände oder in Ufernähe eingesetzt oder als Helfer bei Tierbergungen von Bäumen und Dächern und aus Güllelöchern.
Übungseinsätze in Burgdorf
Aus diesen Gründen wird das sichere Beherrschen der modernen Fahrzeuge für die Maschinisten wie auch für ihre Kader immer wichtiger. Dies schlussendlich für die Sicherheit der ganzen Bevölkerung. Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) organisiert in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Feuerwehrverband (SFV) zwei Kurse für Kader von Hubrettungsfahrzeugen des Kantons Bern.
Von Mittwoch, 27. bis Samstag, 31. August 2014, üben über 40 Kaderangehörige den korrekten taktischen Einsatz dieser Geräte in Burgdorf. Die professionellen Ausbilder stammen von den Berufsfeuerwehren Hamburg, Frankfurt und Hannover.
Damit die Kursteilnehmer realitätsnahe und herausfordernde Probleme lösen können, sind die Organisatoren angewiesen, an verschiedenen Gebäuden üben zu dürfen. Die Stadt Burgdorf weist unzählige schwierige und komplexe Übungsstandorte auf.
Schon jetzt appellieren die Organisatoren an das Verständnis der Bevölkerung, wenn für ein paar Minuten «ihr» Gebäude zum Zielobjekt wird. Die Feuerwehrleute werden aber nirgends auf ein Dach oder einen Balkon steigen, noch werden sie in ein Gebäude eindringen. Allenfalls können geringfügige Verkehrsbehinderungen in der Stadt auftreten, wenn eine Autodrehleiter für kurze Zeit einen Teil der Strasse in Beschlag nehmen muss.
Die Gebäudeversicherung und der Schweizerische Feuerwehrverband danken der Bevölkerung für das Verständnis und laden herzlich ein, die technischen Wunderwerke bei der Arbeit zu bestaunen.
zvg

