Strom von drei Dächern für 150 Haushalte
23.03.2015 Aktuell, HindelbankJakob Nadenbousch erläutert den Vertrag mit der Elektra Fraubrunnen, der die Lieferfrist für Strom regelt, «bis wir nach der Wartefrist in die KEV (kostendeckende Einspeise-Vergütung) hineinkommen. Wir produzieren Strom für 150 Haushalte mit je vier Personen.»
Nadenbousch (Jahrgang 1954) kommt auf die GG (Generationengemeinschaft) Nadenbousch zu sprechen, der neben ihm und seiner Ehefrau auch Adrian (1983) angehört. Daneben arbeiten zwei Festangestellte und je nach Arbeitsanfall weitere Personen im Stundenlohn mit. 85 Hektaren landwirtschaftliche Nutzfläche und 85 Milchkühe gehören zum Hof. Angebaut werden Getreide, Kartoffeln und Kunstwiese als Futtergrundlage fürs Milchvieh.
Grosser Maschinenpark
Der grosse Maschinenpark auf dem Hofgelände erregt das Interesse zahlreicher Besucher. «Die Maschinen werden primär auf dem eigenen Hof als auch auf anderen Landwirtschaftsbetrieben, wahlweise in Miete oder im Vollservice, eingesetzt. Entweder kommen nur die Geräte zum Einsatz oder wir schicken unsere eigenen Fachleute, welche für die ordnungsgemässe Bedienung sorgen. Die entsprechenden Zugfahrzeuge werden dann auch gestellt.»
Vier Standbeine
«Unser Betrieb steht heute auf vier Standbeinen», erläutert Nadenbousch. «Das ist einerseits der Landwirtschaftsbetrieb, der sich erstens in Ackerbau und zweitens in Milchwirtschaft unterteilt, drittens der Lohnbetrieb und viertens die Photovoltaik-Anlage mit der Stromerzeugung.»
Senior Nadenbousch räumt ein, dass die Neuinvestitionen beträchtlich gewesen sind, «aber durchaus Sinn machen. Der Betrieb ist heute gut aufgestellt, unser Sohn übernimmt einmal einen soliden Hof. Natürlich weiss niemand, was später einmal sein wird, aber dessen ungeachtet kann man in die Zukunft investieren.»
Immer mehr Besucher strömen zusammen, an den Stehtischen wird während der Mittagszeit sowohl das köstliche Essen (Steak mit Kräuterbutter und Pommes frites) gewürdigt als auch eifrig diskutiert.
Gerti Binz

