Spannender Einblick in eine andere Welt

  10.07.2015 Aktuell, Lützelflüh, Wirtschaft

Wer letzten Freitag der Einladung der Indaflex AG folgte und die Räumlichkeiten der noch jungen Firma an der Emmentalstrasse in Lützelflüh betrat, kam in den Genuss einer sehr spannenden Führung durch die technische Welt der Industrie-Automation. Die beiden Inhaber Christian Baumgartner und Christian Zaugg und Projektleiter Markus Stalder erklärten den Besuchern/-innen anhand laufender Projekte die Breite ihres Angebots. Im ersten Teil der Führung standen Schaltschränke in diversen Grössen und aus komplett verschiedenen Branchen im Vordergrund, bei denen das Indaflex-Team sowohl die Planung wie auch den Bau der Schaltschränke übernommen hat.

Gut auf Kurs
Wie Christian Baumgartner, Geschäftsführer der Indaflex AG, berichtete, sei die Firma am 1. Januar 2014 gegründet worden: «Wir drei arbeiten aber schon länger zusammen – Markus Stalder und ich haben uns während der Ausbildung zum ‹Eidgenössisch diplomierten  Techniker HF Bereich Automation› kennengelernt, Chris-tian Zaugg, gelernter Automatiker, stiess während der Zeit hinzu, in der wir als Projektleiter praktische Erfahrungen sammelten.» Anfragen aus dem Bekanntenkreis hätten schliesslich dazu geführt, dass sie sich überlegt hätten, sich selbstständig zu machen: «Bevor wir uns jedoch für diesen Schritt entschieden, stellten wir nicht nur einen detaillierten Business-Plan mit einer Marktanalyse auf, sondern diskutierten auch untereinander und mit Verwandten und Bekannten, ob eine Firmengründung wirklich eine Möglichkeit wäre.» Nach gründlicher Überlegung hätten sie schliesslich tatsächlich beschlossen, die Indaflex AG zu gründen. «Bis jetzt läuft die Firma ausgezeichnet. Wir sind sogar besser auf Kurs als geplant – und die Auslastung ist momentan gut.» Die Firma habe sich bereits einen guten Kundenstamm mit Schwerpunkt Bern-Solothurn-Luzern aufgebaut. Aufträge kämen aber mittlerweile aus der gesamten Zentralschweiz, zum Teil auch aus der übrigen Schweiz: «Seit einiger Zeit haben wir auch immer mehr Neukunden, die aufgrund von Empfehlungen zu uns kommen – das freut uns natürlich sehr.»

Anschauliches Beispiel für die Kombination von Hard- und Software
Paradestück der Führung letzten Freitag war die Vorführung einer Maschine zur Kontrolle und Verpackung von Sammlermünzen. Dort kam deutlich hervor, wie breit gefächert das Knowhow der drei Jungunternehmer – Christian Baumgartner hat Jahrgang 85, die beiden anderen sind ein Jahr älter – ist. Die komplizierten Abläufe, die nötig sind, um jede einzelne Münze zu kontrollieren und fachgerecht zu verpacken – und das alles in kürzester Zeit –, die Software, über die alles gesteuert wird, die Genauigkeit, mit der gearbeitet werden muss, damit die kostbaren Münzen keinen Schaden nehmen, die Sicherheitsvorschriften, die eingehalten werden müssen – alles war an dieser einen Maschine zu beobachten. Und war selbst für Besucher/innen ohne grosses technisches Knowhow höchst interessant und beeindruckend…

afu


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