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Von Griechenland nach Schweden

| So, 19. Jul. 2015

KIRCHBERG: Nach seinem ersten Einsatz für die Schweiz an einem internationalen Wettkampf in Griechenland befindet sich Luca Flück momentan in der Vorbereitung für die U20-Europameis­terschaften in Eskilstuna (Schweden). Hierbei hatten wir vom LCK die Gelegenheit, dem jungen Langsprinter ein paar Fragen zu stellen. red

Der junge Athlet vom LC Kirchberg glänzte in Griechenland an der Team-Europameisterschaft mit den Auftritten im Einzelrennen und in der 4x400-m-Staffel, wo er an der Seite von 400-m-Hürden-Europameister Kariem Hussein lief. In beiden Einsätzen sprachen die schnellen Zeiten für den Athleten aus dem Emmental. Der erste Auftritt auf der internationalen Bühne hätte nicht besser verlaufen können. Das Teamziel dieser Europameisterschaften war es, dass die Schweiz den Ligaerhalt meistert. Dies gelang dank diversen weiteren sehr guten Leistungen.
Nach dem erfolgreichen Ausflug nach Griechenland steht Luca nun mitten in den Vorbereitungen für seine Einzel-Europameisterschaften in der Kategorie U20.

LCK: Was hast du für Eindrücke aus deinem ersten Auslandeinsatz in Griechenland mitgenommen?
Luca Flück: Der gesamte Eindruck war positiv, die Betreuer waren stets sehr hilfsbereit und es herrschte eine tolle Teamstimmung. Ich durfte eine neue Erfahrung gewinnen und zugleich zum ersten Mal im Schweizer Dress starten. Mir hat das Ganze sehr viel Spass und Freude bereitet, erst recht, als die Schweiz den erstrebten Ligaerhalt geschafft hat.
Es war gut, dass ich bereits an einer internationalen Meisterschaft dieser Grösse teilnehmen durfte. Ich denke, dass ich so die Nervosität in Schweden etwas kontrollieren kann, zumal ich nun erleben durfte, wie es ist, vor Tausenden Leuten zu laufen. Das neue Feeling, das in einem solchen Stadion aufkommt, ist enorm und wird mir hoffentlich zu weiteren schnellen Zeiten verhelfen.

Wie war die Erfahrung, bei der Staffel dabei zu sein, für dich?
Es ist etwas eine weniger komplexe Staffel als die 4x100-m-Staffel, vor allem dank den einfacheren Wechseln. Deshalb konnten wir in nur einem Training am Vortag die Wechsel und die Reihenfolge bereits gut einüben. Mehr brauchte es dann auch nicht. Ich durfte die Startposition übernehmen und hatte so die Möglichkeit, bereits zum zweiten Mal den Start zu laufen, da ich der einzige Schweizer war, der im Einzelrennen startete. Der Lauf an sich war ganz normal wie jeder andere auch. Natürlich war es etwas anderes, mit einem Stab zu rennen und nach der Ziellinie diesen noch sicher an Kariem Hussein weiterzugeben, aber das ging praktisch schon von alleine. Das Team war, obwohl wir uns in dieser Konstellation noch nicht so kannten, enorm cool und locker. Das machte das Ganze etwas einfacher.

Wie lief die Übergangszeit zwischen Team-EM und U20-EM?
Nach der Team-EM in Griechenland hatte ich eine kurze Zeit, in der ich etwas runterfahren konnte, mental wie auch im Training. Aufgrund der bevorstehenden Einzel-EM war diese Zeit jedoch ziemlich beschränkt und wir stiegen relativ schnell wieder in den Trainingsalltag ein. Angefangen mit etwas lockeren und dann wieder den üblichen Trainingseinheiten.

Wo lagen die Schwerpunkte in diesem Training?
Wir konzentrierten uns vor allem auf ein formerhaltendes Training. Das heisst wir absolvierten keine intensiven Läufe mehr und machten auch keinen Kraftaufbau. Wir liefen vermehrt kürzere Distanzen, um im Schnelligkeitsbereich zu arbeiten. Ansonsten versuchten wir, normal weiterzumachen, ohne bereits jetzt Details für Schweden zu diskutieren.

Was sind deine Erwartungen?
Ich möchte in Schweden zeigen, dass ich die Abläufe eines solchen Anlasses kenne und optimal umsetzen kann, auch wenn der Trainer mich nicht in jeder Minute begleiten kann. Es ist mir wichtig, dass ich das Prozedere einstudieren kann und am Tag X das Gelernte zeigen kann. Ausserdem freue ich mich auf das ganze Team von Athleten über Betreuer bis hin zu Begleitern, mit denen ich mir eine gut koordinierte Zusammenarbeit wünsche. Voll ausnützen will ich die Akklimatisierungstage in Schweden, sodass ich mich optimal auf den Wettkampftag vorbereiten kann. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf die ganze Veranstaltung.

Was sind deine Ziele für die Einsätze in Schweden?
Meine persönliche Bestleistung liegt bei 47.40 Sekunden, das bedeutet den momentanen 17. Rang in der europäischen Bestenliste. Mein Ziel ist es, bis in den Halbfinal vorzustossen. Damit das klappt, muss ich meine Bestleis-tung bestätigen oder gar verbessern. Das setzt saubere erste Läufe voraus, in denen ich voll attackieren werde. Reicht es mir für die Qualifikation in den Halbfinal, werde ich mich überraschen lassen und schauen, was möglich ist.

Wie sieht die weitere Saison bei dir aus, wenn du aus Eskilstuna zurückkehrst?
Ich habe in dieser ersten Saisonhälfte bereits diverse 400-m-Rennen absolviert. Nach Absprache mit den Trainern werde ich nach Eskilstuna, in der zweiten Saisonhälfte, den Fokus nicht mehr auf die 400 m legen, sondern weiter im Schnelligkeitsbereich arbeiten und daher vermehrt die 100-m- und 200-m-Strecke ins Auge fassen. Das heisst auch, dass ich an den Schweizermeisterschaften auf den Start über die 400 m verzichten werde. Ich möchte an meinem Geschwindigkeitsaufbau arbeiten und für die zweite Saisonhälfte gibt es dafür genügend Möglichkeiten. Den Aufbau für die ganze Bahnrunde beginne ich dann wieder, wenn die Saison 2015 zu Ende ist.

Wie stehst du zum UBS Kids Cup, was bedeutet diese Plattform für die jungen Leichtathleten, was bedeutete sie für dich?
Ich durfte selber bei diesem Format mitmachen. Das half mir nicht zuletzt, dass ich später eruieren konnte, welche Disziplin am besten zu mir passt. Ich mochte den Dreikampf und das Sichmessen mit verschiedenen Gegnern. Alle Athleten hatten zu dieser Zeit bei unterschiedlichen Disziplinen ihre Stärken und Schwächen. Ich finde es wichtig, dass man viele Dinge ausprobiert, bevor man sich später auf etwas fixiert. Deshalb ist dieses Instrument auch ideal für die Nachwuchsförderung in der Leichtathletik. Es soll die Jungen nicht nur dazu animieren, Sport zu betreiben, sondern sich darin auch zu messen. Der Anreiz, sich immer mehr zu verbessern und den Gegner zu schlagen, ist neben dem Spass, der diese Veranstaltung mit sich bringt, enorm. Ich freue mich, dass der LCK diese Chance nutzt und den Kantonalfinal organisiert.

Nach dem Interview stand für Luca Flück ein Krafttraining auf dem Programm, welches er mit anderen Athleten aus der Leistungsgruppe des LC Kirchberg absolvierte. Er wird am 16. Juli mit der Schweizer Delegation nach Eskilstuna reisen. Der LCK wünscht ihm dort alles Gute und viel Erfolg bei seinen Einsätzen!

Kantonalfinal UBS Kids Cup am 22. August in Kirchberg
Luca Flück wird nach seinem Einsatz an der U20-EM in Eskilstuna ebenfalls am UBS-Kids-Cup-Kantonalfinal in Kirchberg anzutreffen sein. Am 22. August steht der Nachwuchsathlet auf dem Sportplatz in Kirchberg für die Leichtathletik-Jugend im Einsatz. Die ideale Gelegenheit, ihn persönlich anzutreffen!
Das Organisationskomitee hat sämtliche Vorarbeiten so weit abgeschlos-
sen und freut sich nicht nur auf spannende Wettkämpfe in den Disziplinen Sprint, Weitsprung und Ballweitwurf, sondern auch auf zahlreiche Besucher. Neben zahlreichen Attraktionen ist auch für die Verpflegung zur Genüge gesorgt.

zvg
Weitere Informationen: www.lck.ch.

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