Bätterkinden ist seit dem 9. Juni 2015 «Energiestadt»

  25.08.2015 Aktuell, Bätterkinden, Gesellschaft

Bätterkinden ist seit dem 9. Juni 2015 «Energiestadt», ausgezeichnet mit diesem Label, das eine in der Schweiz entwickelte und auf europäischer Ebene vergebene Zertifizierung ist. Das Label «Energiestadt» zeichnet Gemeinden aus, die ein Qualitätsmanagement für die Umsetzung ihrer Energie- und Umweltpolitik eingeleitet haben. «Dieses Label bestätigt unsere Arbeit der vergangenen Jahre und ist ein Versprechen für unsere Nachkommen», sagte Gemeindepräsident Beat Linder zum Publikum auf dem Zentrumsplatz.

Bereits 2010 hat die Gemeinde Bätterkinden die Leistungsvereinbarung «Berner Energieabkommen» unterschrieben, ein Jahr bevor der Tsunami im japanischen Fukushima das Atomkraftwerk zerstörte. «Diese Katastrophe rüttelte auf und zeigte eindrücklich, wie wichtig eine umsichtige Energiepolitik ist», erläuterte Linder ein wenig stolz. Im Jahr 2012 hatte sich der Gemeinderat für einen effizienten und sparsamen Umgang mit der Energie und für die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien ausgesprochen.

Vorzeigeprojekte
Diesen Entscheiden folgten Taten. Bätterkindens Gemeindepräsident listete einige energiepolitische Vorzeigeprojekte auf: ein gemeindeübergreifender Energierichtplan, ein Verkehrskonzept, das den Langsamverkehr und den ÖV fördert, und die energetische Verwertung biologischer Abfälle. «Bei der Sanierung von kommunalen Gebäuden setzen wir auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien, und der Schulunterricht sensibilisiert Jugendliche auf Umwelt- und Energiethemen», erklärte Gemeinderat Urs Salvisberg, Leiter des Ressorts Umwelt.

Reto Lindegger, Vorsteher des Trägervereins Energiestadt, überreichte die Auszeichnung an Gemeindepräsident Beat Linder. «Zuhanden der  Bevölkerung», sagte dieser, denn deren Interesse und Mitwirkung habe zur Erreichung des Labels beigetragen. In seiner Laudatio freute sich Linder, dass Bätterkinden nun eine der 47 Energiestädte des Kantons Bern sei, und würdigte das Engagement der Gemeinde, das – sportlich ausgedrückt – einen Etappensieg bedeute.

Zur Auszeichnung erklärte er: «Um das national und international anerkannte Label ‹Energiestadt› zu erwerben, muss sich die Gemeinde zu solchen konkreten Massnahmen mit messbaren Zielen verpflichten. Das Label ist nicht nur Auszeichnung, sondern auch Verpflichtung», meinte er in Bezug auf die nächsten Schritte in der Gemeinde. Dies seien zum Beispiel die Vorantreibung der Solarstromproduktion auf Gemeindeliegenschaften, den Energieverbrauch in öffentlichen Liegenschaften zu senken, die öffentliche Beleuchtung schrittweise auf LED-Leuchten umzustellen, um nur einige zu nennen.

In einer Solarwerkstatt durften Kinder ein Solar-Auto basteln, und auf dem Energispendervelo massen sich die Grossen in Kraft und Ausdauer.

50 Watt war die unterste Leistungsgrenze, 700 Watt die oberste. Ab 400 Watt hatten auch gestandene Männer Mühe, den Ball oben zu halten und dem Radio nicht den «Pfuus» abzudrehen.

Sylvia Mosimann


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