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Ein grosses Team mit neuem Konzept

| Sa, 15. Aug. 2015

BURGDORF: Das Milano Nord, das frühere «Uhlmann-Haus», ist ein besonderes Gebäude in Burgdorf. Die neue Nutzung, die ab Herbst 2015 schrittweise verwirklicht wird, ist eine Besonderheit. Es soll eine Büronutzung kombiniert mit einem attraktiven Café- und Gastrokonzept entstehen. red

Die Villa des einstigen Mercerie-Grosshändlers Johann Uhlmann ist auch heute noch in ihrer ursprünglichen Form erhalten, mitten in einem Quartier, das sich in den letzten 100 Jahren stark verändert hat. Dieses Nostalgische macht den Reiz des Milano Nord aus, bietet aber auch Herausforderungen bei der Nutzung des Erdgeschosses, wie Eigentümer Paul Hasler betont. Man kann daraus keinen klassischen Laden mit Schaufenstern machen. Daher sind die Nutzungskonzepte des Milano Nord immer «Massanfertigungen». Dies ist auch der Grund, warum die ursprünglich geplante Eröffnung per Juli 2015 nicht klappte, wie Paul Hasler ausführt: «Es war für das erste Team schwierig, eine geeignete Nutzungskombination zu finden. Dies ist dem zweiten Team besser gelungen.»
Die neue Nutzung, die ab Herbst 2015 schrittweise verwirklicht wird, ist eine Besonderheit. Es soll eine Büronutzung mit dem Tourist Office der Stadt Burgdorf, dem Team des Event-Organisators Emmental Tours AG und dem Hauptsitz der national erfolgreichen Herzroute entstehen, kombiniert mit einem attraktiven Café- und Gastrokonzept. Platz hat es dazu genug. Die 300 Quadratmeter bieten einen stimmungsvollen Rahmen für diese Kombination und lassen Arbeiten, Beraten und Geniessen nebeneinander zu.

Zusammenschluss von drei Parteien
Die Emmental Tours AG ist eine Event-organisation und ein Touroperator mit Sitz in Burgdorf, welche auch das Mandat für die Tourismusvermarktung des gesamten Emmentals ausübt. Die Firma ist heute im Bahnhofsgebäude zu Hause, bietet Gruppentouren im Emmental an und betreibt das Tourist Office von Stadt und Region. Geschäftsführer Christian Billau ist vom neuen Standort überzeugt: «Wir setzen auf die Kombination von Beratung und Erlebnis. Wir wollen unseren Kunden nicht nur erzählen, wie schön es im Emmental ist, sondern ihnen gleich auch ein Stück Gastlichkeit bieten können.» Er ist überzeugt, dass dieser Art Konzept die Zukunft gehört: «Es geht immer mehr in Richtung Authentizität und persönliche Kontakte.»
Der zweite Partner stammt ebenfalls aus dem Tourismus. Die Herzroute AG ist zwar ein kleiner Fisch mit ihren drei Mitarbeitenden, dafür aber ein umso aktiverer. Die Firma hat Anfang dieses Jahres ihre Velowanderroute durch die ganze Schweiz vollendet (und damit die längste beschilderte Veloroute der Schweiz geschaffen) und rotiert seither unter der Flut von Kundenanfragen. «Wir sind ziemlich beschäftigt», schmunzelt Geschäftsführer Simon Brülisauer. Aber auch hier ist es keine reine Büronutzung. Gemeinsam mit der Emmental Tours AG will man einen Kundenschalter mit Begegnungsbereich betreiben. «Die Leute sollen zuerst einmal ankommen können. Dazu ist das Milano Nord ideal.» Schon heute betreibt die Herzroute AG in der Burgdorfer Altstadt ein Ladenlokal und hat gute Erfahrungen mit dem offenen Konzept gemacht.
Ob dereinst auch das Tourist Office von Stadt und Region im Milano Nord sein wird, ist noch offen. Derzeit läuft die Ausschreibung für dieses Mandat, das bisher von der Emmental Tours AG gehalten wurde. Kurt Schär, Hauptaktionär beider erwähnter Firmen, ist zuversichtlich: «Wir bewerben uns erneut für dieses Mandat und bringen eine sehr solide Kompetenzbasis ein.» Inzwischen hat sich die Emmental Tours AG weitere Tourismus- und Marketingmandate gesichert, u. a. die Geschäftsstelle von «Ämmitaler Ruschtig», einer Vermarktungsorganisation von Regionalprodukten aus dem Emmental. «Wir werden das Milano Nord als ideales Schaufenster für das Emmental und seine Produkte und Angebote nutzen können», ist Kurt Schär überzeugt.

Ein neues Café in junger Hand
Damit dies stimmungsvoll möglich ist, wird das Milano Nord weiterhin ein Café mit Mittagsmenus bieten. Die beiden jungen Gastronominnen Jacqueline Husmann und Stefanie Suter sind derzeit emsig daran, ihr Konzept in die Tat umzusetzen. Vieles ist vom bisherigen Milano Nord vorhanden, anderes soll neu gedacht und inszeniert werden. «Wir wollen den Gästen wieder einen lebendigen Ort mitten in der Stadt bieten», betont Jacqueline Husmann. Dabei sollen regionale Frischprodukte und städtische Atmosphäre zu einer gelungenen Mischung finden. «Burgdorf ist ja an der Schnittstelle von Stadt und Land. Das wollen wir aufnehmen.»

Schrittweise Eröffnung
Derzeit sind viele Helfer und Profis am Einrichten des neuen Milano Nord. Das Café soll am 12. September aufgehen, die touristischen Nutzungen werden gegen Ende Jahr einziehen, da sie noch an den Standort Bahnhof gebunden sind. «Wir wollen uns noch ein Stück vom Spätsommer abschneiden»,
kommentiert Jacqueline Husmann und verweist auf die beliebte Terrasse des Milano Nord, die diesen Sommer ungenutzt war und viele Sehnsüchte unbefriedigt liess. Dass das Milano Nord weiterhin ein lebendiger und gastfreundlicher Ort sein wird, ist nun aber gesichert.
zvg

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