Eva Jaisli und das Spital Burgdorf geehrt

| Mi, 02. Sep. 2015

BURGDORF: Eva Jaisli, Verwaltungsratspräsidentin des Regionalspitals Burgdorf AG, erhielt die sechste Ehrenmedaille der Stadt Burgdorf. Die Geehrte gab die Auszeichnung umgehend weiter an Beat Jost zuhanden ihrer Kolleginnen und Kollegen auf sämtlichen Tätigkeitsebenen des Spitals. red

Das Franz-Gertsch-Museum bietet den stilvollen Rahmen für die Feier, an der Eva Jaisli, Verwaltungsratspräsidentin des Regionalspitals Emmental AG, und ihrer Führungscrew inklusive allen Mitarbeitenden die sechste Ehrenmedaille der Stadt Burgdorf übergeben wird. Damit möchte der Gemeinderat seinen Dank und seine Wertschätzung an alle ausdrücken, die sich seit Jahren erfolgreich für das Akutspital mit seinen zwei Standorten Burgdorf und Langnau i.E. einsetzen. Die bisherigen Empfänger sind Dr. Alfred Guido Roth, Dr. Franz Della Casa, Prof. Dr. Hans Stirnimann, Dr. h.c. Willy Michel und Heinz Schibler.

Zukunft gesichert
In ihrer Laudatio wendet sich Stadtpräsidentin Elisabeth Zäch in persönlichen und herzlichen Worten an Eva Jaisli, «da der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung die Zukunft des Akutspitals Burgdorf / Langnau gesichert und somit einen wesentlichen Beitrag an die medizinische Versorgung für die Bevölkerung des Emmentals geleistet haben.» Elisabeth Zäch bezeichnet die erfolgreiche Verwaltungsratspräsidentin als «eine engagierte, gleichzeitig gewinnende, strukturierte und blitzgescheit analysierende Persönlichkeit, die Lösungen sucht und anschliessend auch durchsetzt. Sie ist eine kompetente Führungspersönlichkeit, die motiviert und überzeugt. Sie kennt keine Resignation, sondern steht für Kreativität, Aufbruch und Innovation. Daneben zeichnet sie sich durch Wertschätzung, Liebenswürdigkeit und einen verschmitzten Charakterzug aus.»

Die Stadt Burgdorf dürfe sich folglich glücklich schätzen, dass «sich diese Frau mit ihren reichen Kompetenzen und vielfältigen Talenten voll und ganz – mit Leib und Seele – auf das Spital eingelassen und die Leitung in einer stürmischen Zeit übernommen hat.» Den Anwesenden sind die nun aufgeführten Widrigkeiten bekannt, die Eva Jaisli meistern musste, bevor – trotz verweigerter Kantonsbeiträge – auf die bis heute erzielten Erfolge verwiesen werden kann. Die dafür benötigten Gelder hat sie am Markt organisiert und «die dort oben in Bern» völlig überrascht. Als bei der letzten Grundsteinlegung der Berner Regierungsrat Philippe Perrenoud (Gesundheit / Fürsorge) diese Geldbeschaffung plötzlich als innovativ rühmt, sei einmal mehr der Schalk in Eva Jaislis Augen aufgeblitzt.

Gemeinschaftserfolg
Natürlich werde die Geehrte darauf hinweisen, dass das bisher Erreichte ein Gemeinschaftswerk und damit ein Gemeinschaftserfolg sei. Das stimmt, denn vonnöten sind ein tüchtiger Verwaltungsrat, kompetente Fachpersonen in der Geschäftsleitung, Ärztinnen und Ärzte, Pflegende, Mitarbeitende, die alle – unter oft nicht einfachen Bedingungen – höchste Qualität liefern. All diesen widmet Eva Jaisli die Ehrenmedaille und hält in ihrer Antwort fest, dass «für alle am Spital Beteiligten die Anerkennung durch den Gemeinderat gilt». In diesem Sinn nimmt sie die Ehrenmedaille gerne an und gibt sie in die Obhut von Baukommissionspräsident Beat Jost, der dafür einen würdigen Platz im neu gestalteten Spitalareal bestimmen wird. Jaisli fährt fort: «Der Gemeinderat unterstreicht mit seiner Würdigung die Bedeutung des Spitals für Stadt und Region und anerkennt die akutmedizinische und psychiatrische Versorgungsleistung.» Sie verspricht, dass alle ihr Bestes geben werden, um die Spital-Entwicklung erfolgreich weiterzuführen. «Ich danke mit Respekt und Stolz an die Risikobereitschaft und Kompetenz meiner Verwaltungsratskollegen, die in den vergangenen sieben Jahren die Verantwortung in der strategischen Führung mit mir geteilt haben.» Nachdem Perrenoud kürzlich ausdrücklich finanzielle Versprechen – für das von Bern bereits mehr oder weniger zur Schliessung vorgesehene Spital – ausgeschlossen hat, ist klar: Auch in Zukunft würden die heute Verantwortlichen für die akutmedizinische und psychiatrische Versorgung in der Region verantwortlich sein. Dieser Herausforderung stellen sie sich laut Eva Jaisli mit Zuversicht.

Feier und anschliessender Apéro werden von musikalischen Einlagen junger Künstler umrahmt.

Gerti Binz

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