Die Spitex Region Lueg baut aus

| Fr, 04. Dez. 2015

REGION: Die Nachfrage an ambulanter Pflege und Betreuung nimmt zu. Um auch stark pflegebedürftigen Menschen ein Verbleiben daheim zu ermöglichen, baut die Spitex Region Lueg ihre Leistungen in komplexen Pflegesituationen weiter aus. Zu diesem Zweck investiert sie das Maximum der Mittel in Angebote für Klienten und optimiert ihre Struktur. red

Die Spitex Region Lueg ist 2008 aus der Fusion von fünf kleinen Spitexvereinen entstanden. Die fünf Stützpunkte repräsentieren diesen historischen Hintergrund. Mit der neuen Pflegefinanzierung endete 2012 die Zuständigkeit der Gemeinden für die Spitex. Seither hat sich in der Gesundheitsbranche viel getan. Auch die Spitex musste sich auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen.

Die Nachfrage in der Pflege steigt stark an
Vor vier Jahren leistete die Spitex Region Lueg in der Pflege gut 41 000 Stunden im Jahr. Auf Ende dieses Jahres werden es knapp 65 000 Stunden sein! Die regionale Spitex ist zu einem Unternehmen mit 130 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 8 Mio. Franken herangewachsen. Mit dem Leistungsvertrag garantiert sie die Versorgungssicherheit von rund 22 000 Menschen im Mittleren Emmental. Da die Mittel nicht parallel zum Nachfragewachstum und den steigenden Ansprüchen erhöht werden, ist ein unternehmerisches Führen des Spitex-Betriebs unabdingbar. Aus diesem Grund werden die Organisation und Struktur konsequent auf die optimale Versorgung der Menschen ausgerichtet.

Vorhandenes Optimierungspotenzial nutzen
Das Versorgungsgebiet des Stützpunkts Ramsei, der an der Grenze des Einsatzperimeters der Spitex liegt, kann ohne zusätzlichen Aufwand von den bestehenden Stützpunkten Hasle und Sumiswald aus erreicht werden. Auf Ende November wurde der Stützpunkt Ramsei aufgehoben. Damit entfallen jährlich direkte Kosten in der Höhe von mehr als 100 000 Franken. Zudem werden Zusammenarbeit und Koordination mit weniger Stützpunkten einfacher. Der Stützpunkt im DLZ Sumiswald wurde auf diesen Wechsel hin verdoppelt und saniert.
Zukünftig starten die Ramsei-Mitarbeitenden hälftig von Sumiswald und Hasle aus. Für bisherige Klientinnen und Klienten ändert fast nichts. Durch das ab 1. Dezember neu umgesetzte Einsatzmodell wird weiterhin jeweils eine bisherige Mitarbeiterin aus Ramsei die fallverantwortliche Bezugsperson sein, und auch viele andere bereits vertraute Gesichter werden für Pflege und Betreuung zuständig sein.

Ausbau der Leistungen durch Reduktion der Stützpunkte
Die Bündelung der Kräfte und das Optimieren von Strukturen und Abläufen ermöglichen es, den Ausbau der Angebote in komplexer Behandlungspflege, Wundbehandlung, Palliativpflege, Beratung und Unterstützung von Angehörigen weiter voranzutreiben. Mit der Reduktion von fünf auf vier Standorte baut die Spitex Region Lueg ihr Angebot für die Bevölkerung aus.

zvg

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