Die Wilden gehen «into the wild»
20.01.2016 Aktuell, Utzenstorf, Turnen, Vereine, Kultur, Gesellschaft«Into the Wild» überraschte die Zuschauer in der zum Bersten gefüllten Mehrzweckhalle. Sie konnten «zurücklehnen und Turnen geniessen», wie man es sonst wohl nur selten zu sehen bekommt. «Mir haben die Äffchen am besten gefallen», schwärmte ein kleines Kind, nachdem die als Äffchen verkleideten Turnerinnen den Kleinsten die Bananen beim Picknicken abgenommen hatten. «Het’s gstübt?», fragte eine der als Papageien verkleideten Barrenturnerinnen, nachdem sie den Holm verpasst und von hoher Höhe flach auf dem Bauch gelandet war.
Zu rasch, zu wirblig folgte eine Turnkapriole, ein Salto oder ein Schwank dem nächsten, als dass jemand Zeit gehabt hätte, die Fragen zu beantworten. Miranda, als kleine Maus verkleidet, balancierte schalkhaft über den Schwebebalken, zum Rhythmus einer wirbelnden Musik, als würde sie über den Gehsteig, nicht aber über den 10 cm breiten Schwebebalken wandeln, lag mal flach auf dem Rücken, und schon hob sie sich zur «Brücke» und schwang die Beine weiter in den Handstand.
Schlag auf Schlag führten die Jugendlichen das Publikum durch die Show, ohne dass man mit Ausnahme der Kids-Gruppen je eine Leiterin oder einen Leiter zu Gesicht gekriegt hätte. Musik und Tanz begleiteten die Kleinsten ab vier Jahren bis hin zu den Leiterinnen, und manch eines verlor dabei den Boden unter den Füssen: die Geräteturnerinnen an ihrem Paradegerät, den Schaukelringen, gleich fünf Meter über dem Boden, die Barrenturnerinnen im Handstand, am halb so hohen Holmen, die Sie+Er-Gruppe mit einer dreifachen Pyramide, die Akrobatinnen am Vertikaltuch bis an die Decke der Mehrzweckhalle und als weisse Massai verkleidet die Minitrampolinturnerinnen hoch über einer durch Massai getragenen Landematte.
Stelldichein der Wildtiere
Viele Wildtiere gaben sich an der Show ein Stelldichein. Wildtiere aller Art – und dazu ein zahmes Nutztier, das Huhn, welches wohl jedem und jeder in der Show Hühnerhaut bescherte durch all die Doppelsalti, Flugelemente, Flickflackserien. Ebenso begeisterte die abschliessende Akroshow mit 74 Jugendlichen, den niedlichen, lächelnden und wirbelnden Kunst- und Geräteturnerinnen und -turnern.
Werner Bill

