Ressourcenschonendes Bauen - Handlungsmöglichkeiten

  26.03.2016 Aktuell, Politik, Wirtschaft, Bildung, Region, Burgdorf, Gesellschaft

Eingeladen hatten die Grünen-Politiker von Burgdorf zu einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema «Ressourcenschonendes Bauen – Handlungsmöglichkeiten für Gemeinden» in den Schmidechäuer an der Grabenstrasse 8 in Burgdorf. Christine Meier, Co-Präsidentin der Grünen, konnte als Referenten Stefan Tschannen, Leiter Bauteilbörse Bern (BtB), gewinnen. Einst Hochbauzeichner und in Burgdorf gelernter Zimmermann, hat Tschannen die Berufsmatur abgeschlossen und Baubiologie studiert, aktuell ist er an der Masterarbeit für nachhaltiges Bauen. Seit 2009 leitet Stefan Tschannen die Bauteilbörse Bern – die erste Berner Adresse für die Wiederverwendung von gebrauchten Bauteilen.

Re-Use vor Recycling
Stefan Tschannen hat für sich und seine Familie in Erlach ein Haus aus Materia­lien gebaut, die im Umkreis von fünf Kilometern zu finden waren: Stroh, Schilf, Lehm, Holz, alte Bauteile usw. Bei Öko-Labels wie SNBS, DGNB, Eco usw. spielt es eine entscheidende Rolle, welche Baumaterialien verwendet werden. Beton gilt als Recycling-Beton, wenn er maximal aus einer Entfernung von 25 km stammt. Ressourcen wie Kies, Sand, Stahl usw. sind nicht unendlich. «Re-Use vor Recycling» ist deshalb das Ziel: Vor dem Recycling soll eine Wiederverwendung abgeklärt werden. Wichtig sei, die Bauherren für das Thema zu sensibilisieren, so Tschannen. Geräte bis ca. 12-jährig (werden auf ihre Energieeffizienz überprüft), Fenster bis ca. 10-jährig, Küchen bis 15-jährig werden von der BtB übernommen. Gebrauchtes für den Bau kann von Heimwerkern, Hauswarten, Handwerkern und von Immobilienbesitzern zur Optimierung der Renovierungszyklen verwendet werden. – Ein weiterer Gründungszweck der Bauteilbörse Bern ist die Förderung der sozialen und beruflichen Integration von Langzeitarbeitslosen.

Gemeinderatskandidat Theophil Bucher
«Rot-Grün-Mitte setzt erfolgreiche Zusammenarbeit fort», so lautete die Medienmitteilung am Tag nach dem Anlass der Grünen im Schmidechäuer in Burgdorf. Theophil Bucher steigt anstelle des zurücktretenden Andrea Probst für die Grünen ins Rennen. Seit 27 Jahren lebt Bucher in Burgdorf. Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Studierter Sekundarlehrer und Geograf, engagiert sich Bucher seit dem Jahr 2000 sozial und für die Umwelt. Als Präsident von «Pro Velo Emmental» (1999 – 2014) und «Mobilität Emmental» (seit 2003) sowie als Co-Geschäftsleiter der Stiftung intact (seit 2000) initiierte er mit Gleichgesinnten die «Herzroute Emmental», die Velo-Hauslieferdienste Burgdorf, Langnau und Kirchberg sowie verschiedenste Beschäftigungsangebote für Langzeiterwerbslose und neu auch für Asylsuchende.

Barbara Schwarzwald


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