In Gemälden festgehaltene Eindrücke

  24.04.2016 Aktuell, Burgdorf, Kultur, Gesellschaft

Publikumsmagnet war am Wochenende die Vernissage zur Bilder-Ausstellung der Wahl-Burgdorferin Anastasia Stötzel. Einen repräsentativen Querschnitt durch Empfindungen, Farb- und Lichtspiele, Impressionen und Landschaften zeigt die Künstlerin mit russischen Wurzeln in den Gängen, Hallen und dem Speisesaal der Senevita Burgdorf – Betreutes Wohnen und Pflege.

Mit der Einladung zur Ausstellung (noch bis am 30. Juni 2016) bietet Geschäftsführer Hansueli Eggimann den Besuchern einen facettenreichen optischen Ausflug in die Welt der Malerin und Malerei. Der Massstab der Perfektion wird spürbar, die Liebe zum Experiment, das Kalkül von unfehlbarer Optik und Freude am Ausdruck. Anastasia Stötzel erhebt aber keineswegs den Anspruch kühler Perfektion, zu sehr sind ihre Bilder von Augenblicken und dem Erleben von Sinnlichkeit geprägt. Sie markieren zwar impressionistische Grundzüge, leben aber vom tiefsten Verständnis für das Empfinden von ästhetischer Qualität. Die grundlegenden Elemente der Impressionsmalerei übersetzt die Künstlerin in beeindruckende Werke kraftvoller Widerspiegelungen des Lebens: jedoch nur den eigenen Gesetzen des Erlebens folgend. 69 Exponate begeisterten das Publikum auf dem Rundgang durch die Ausstellung.

Während sich die einen von den zahlreichen Blumenbildern angezogen fühlten, schwärmten andere für die Landschaften. Zum Teil wirken sie wie hingehauchte Träume, wie verschmolzene Abendstimmungen oder individuelle Visionen, resultierend aus der Verbundenheit der Künstlerin mit ihrer russischen Heimat. Diese lebt sie, indem sie zuhause mit ihren erwachsenen Söhnen die russische Sprache in den Alltag integriert. Dieses starke Empfinden reflektiert in vielen Landschafts- und Winterbildern und offenbart dem Betrachter eine Dimension, die man als geistig bezeichnen könnte. Bisweilen verblüfft die Synthese von Natürlichem und Übernatürlichem. Plakative Effekte vermeidet sie.

Die «Burgdorfer Gemälde» sind eine Hommage an die Wahlheimat der 1972 in Moskau geborenen Künstlerin, die seit 2007 in der Emmestadt wohnt. In Moskau besuchte sie die Kunstakademie an der Pädagogischen Universität, an der sie das Diplom als Kunstlehrerin erlangte.

Den musikalischen Gruss zur Vernissage gestalteten Christian Schütz, Samuel Kühni und Werner Eichenberger.

Sylvia Mosimann

 

Weitere Informationen:
Die Ausstellung ist bis 30. Juni 2016 täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet und kann frei aller Verpflichtungen besucht werden.


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