«D’REGION» im Gespräch mit Elias Maier, Präsident JF Burgdorf-Emmental

| Mo, 31. Okt. 2016

«D’REGION» hat sich mit Vertreterinnen und Vertretern aller zehn Parteien unterhalten, welche zu den Gemeindewahlen am 27. November  2016 in Burgdorf antreten.

«D’REGION»: Welche Resultate streben die JF bei den Stadtrats- und Gemeinderatswahlen an?
Die Jungfreisinnigen wollen ihren Sitz im Parlament verteidigen. Dieses Mandat hat die einzige Jungpartei der Stadt seit über 30 Jahren inne. Daran halten wir fest! Mit meiner Kandidatur als FDP-Gemeinderatskandidat wollen wir die Möglichkeit nutzen, dass erstmals in der Geschichte Burgdorfs ein Jungfreisinniger in die Stadtregierung gewählt wird. Die Freisinnigen sind seit jeher in der Exekutive Burgdorfs vertreten. Dies führen wir weiter. Es ist mein persönliches Ziel, Verantwortung für unsere Stadt zu übernehmen.

«D’REGION»: Welches sind die zwei grössten Herausforderungen für die Stadt Burgdorf in der kommenden Legislaturperiode – und welche politischen Lösungen schweben den JF vor?
Es gibt viele tolle Projekte, welche ge­plant, aber noch nicht umgesetzt sind. Jetzt heisst es anpacken! Ich denke an die Integration der Technischen Fachschule und des «Teclab», welche die Stadt als «Trostpreis» für den Wegfall der Fachhochschule erhalten hat. Hier wollen wir Akzente setzen. Auch das Schlossprojekt und die Renovation des Casino Theaters gilt es anzugehen. Wichtig ist aber auch, dass sich weitere KMU und grössere Firmen in der Emmestadt niederlassen. Eine Herausforderung und sogar Pflicht, welche wir nicht aufschieben dürfen, ist die Integration der anerkannten Flüchtlinge in den Alltag und in den Arbeitsmarkt.
 
«D’REGION»: Die Finanzsituation in Burgdorf ist angespannt. Wie beurteilen Sie die gegenwärtige Situation und welche Massnahmen sollten ergriffen werden?
Die finanzielle Situation ist in der Tat angespannt. Wir sind es den kommenden Generationen schuldig, keinen Schuldenberg zu hinterlassen. Dass das städtische Eigenkapital praktisch aufgebraucht ist, besorgt mich. Projekte der Zukunft werden verunmöglicht, und die Steuerlast wird noch höher ansteigen. Unbestritten sind wichtige Investitionen getätigt worden, aber es ist zentral, dass ausgeglichene Budgets präsentiert werden und es keine Steuererhöhung gibt. Die JF fordern deshalb eine Schuldenbremse, wie wir sie auf nationaler Ebene kennen. Das Rezept ist einfach: Die Stadt soll nicht mehr ausgeben als eingenommen wird.

«D’REGION»: In welchen Bereichen setzen die JF andere Akzente als die Mutterpartei?
Wir pflegen eine enge und gute Zusammenarbeit mit der Mutterpartei. Dennoch gibt es Themen wie den Erhalt der Fachhochschule oder die Solätte-Freinacht, für welche wir uns besonders einsetzen. Als Jungpartei dürfen wir zudem etwas frecher auftreten und, wenn nötig, auch mal auf den Tisch klopfen.

«D’REGION»: Warum sollten sich die Bürger/innen für die JF-Liste entscheiden?
Als einzige Jungpartei der Stadt bringen wir neue und frische Ansätze ins Parlament und in die Politlandschaft. Es ist wichtig, dass im Stadtrat alle Generatio­nen vertreten sind. Die Jungen leben am längsten mit den Entscheiden von heute. Deshalb wollen wir die Zukunft von Burgdorf mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Wir geben der jungen Generation eine Stimme.

Interview: Markus Hofer

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