«D’REGION» im Gespräch mit Walter Zucha, Präsident CVP Region Burgdorf
31.10.2016 Aktuell, Politik, Burgdorf, Gesellschaft«D’REGION» hat sich mit Vertreterinnen und Vertretern aller zehn Parteien unterhalten, welche zu den Gemeindewahlen am 27. November 2016 in Burgdorf antreten.
«D’REGION»: Welche Resultate strebt die CVP bei den Gemeinderats- und Stadtratswahlen an?
Die CVP Burgdorf möchte ihren Wähleranteil ausbauen. Wir streben einen zweiten Stadtratssitz an, ebenso wollen wir ein starkes Resultat bei den Gemeinderatswahlen erzielen.
«D’REGION»: Welches sind die zwei grössten Herausforderungen für die Stadt Burgdorf in der kommenden Legislaturperiode – und welche politischen Lösungen schweben der CVP vor?
Burgdorf muss von der jetzigen, ideologisch gefärbten Verkehrspolitik wegkommen. Nehmen Sie als Beispiel die Technikum- oder die Jungfraustrasse: Ein Schilder- und Markierungssalat sondergleichen! Es braucht hier einfache, klare Regelungen, welche auch für die Autofahrerin / den Autofahrer verträglich und gut umsetzbar sind.
Zudem müssen wir den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Burgdorf stärken. Die harten Rückschläge, welche die Stadt in den letzten Jahren erlitt, müssen verdaut werden. Es gilt, mit idealen Rahmenbedingungen neue, zukunftsträchtige Unternehmen und Institutionen anzulocken.
«D’REGION»: Die Finanzsituation in Burgdorf ist angespannt. Wie beurteilen Sie die gegenwärtige Situation und welche Massnahmen sollten ergriffen werden?
Burgdorf muss grundsätzlich haushälterischer mit seinen Mitteln umgehen. In der Vergangenheit wurden zu viele Grossprojekte angerissen und vielmals auch gleich die Luxusvariante gewählt. Ich finde, dass es dringend mehr Transparenz gegenüber den Bürgern braucht, entsprechende Betriebskonzepte sollten ehrlich und realistisch sein. Hier wären übrigens auch die Medien in der Pflicht, die Burgdorfer Grossprojekte wie beispielsweise die Umnutzung des Schlosses kritischer zu hinterfragen.
«D’REGION»: Die CVP Burgdorf will einen liberalen und sozialen Kurs einschlagen. Was heisst dies konkret?
Wir fordern eine bürgerfreundliche Verwaltung anstelle eines verwaltungsfreundlichen Bürgers. Die Stadtverwaltung muss für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie für das Gewerbe unbürokratisch und effizient zur Verfügung stehen.
«D’REGION»: Warum sollten sich die Bürger / innen für die CVP-Liste entscheiden?
Wir leiden unter den politischen Polen mit ihrer Ideologie. Es braucht die CVP als pragmatische und bürgerliche Alternative, um den Grabenkämpfen von Links und Rechts Einhalt zu gebieten.
Interview: Markus Hofer

