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Nachwuchs beim Bernischen Trachtenschneider/-innen-Verband

| Mo, 23. Jan. 2017
Barbara Allenbach (Mitte) wurde neu in den Bernischen Trachtenschneider/-innen-Verband aufgenommen (links Vreni Kämpfer, Obfrau der Bernischen Trachtenvereinigung, rechts Monika Bögli, Präsidentin der Bernischen Trachtenschneider/-innen-Verbands).

UTZENSTORF: Die Mitglieder des Bernischen Trachtenschneider/-innen-Verbands trafen sich im Restaurant Landshut Utzenstorf zur 30. Hauptversammlung. Unter anderen konnten die Mitglieder zwei junge Trachtenschneiderinnen in den Verband aufnehmen. afu

Zur Jubiläums-Hauptversammlung des Bernischen Trachtenschneider/-innen-Verbands konnte Präsidentin Monika Bögli im Restaurant Landshut Utzenstorf nicht nur Mitglieder des Verbands, sondern auch Vreni Kämpfer, die Obfrau der Bernischen Trachtenvereinigung, begrüssen. Wie Monika Bögli in ihrem Jahresbericht erklärte, sei der Verband seit seiner Entstehung vor 30 Jahren bestrebt, die Richtlinien in der Trachtennäherei festzuhalten: «Früher wie heute steht immer wieder die Frage im Vordergrund, wo sollen oder müssen wir Altes erhalten, wo integrieren wir Neues in das Bestehende?» Einiges sei im Laufe der Zeit überarbeitet und verändert worden: «Doch unsere Grundsätze sind nach wie vor die gleichen wie zu Anfangszeiten – damit die Trachten als wertvolles Kulturgut erhalten bleiben.»

Nachwuchs bei den Trachten­schneidern/-innen
Eine besonders gute Nachricht hatte die Verbandspräsidentin unter den Mutationen zu vermelden. Barbara Allenbach (Enggistein) und Romina Winkler (Tschingel), die im Oktober die Prüfung zur Trachtenschneiderin mit Bravour bestanden hatten, hatten beide die Mitgliedschaft im Verband beantragt. Die Versammlung nahm die beiden einstimmig auf. Karin Brunner, die Präsidentin der Prüfungskommission Trachtenschneiderinnen, konnte zudem berichten, dass bereits zwei weitere Schneiderinnen zur Trachtenschneiderin ausgebildet würden.

Schiefe Töne beim Unspunnen-Ehrendamenkleid
Neben weiteren positiven Nachrichten hatte Monika Bögli auch von einer weniger erfreulichen Geschichte zu berichten: von der sogenannten «Interlakner Edelweisstracht», einem dirndl­ähnlichen Kleid, das eigens für das Unspunnenfest 2017 kreiert worden war – leider ohne vorherige Rücksprache mit dem Bernischen Trachtenschneider/-innen-Verband oder der Bernischen Trachtenvereinigung.

«Da dieses Ehrendamenkleid die Kriterien einer Tracht eindeutig nicht erfüllt, distanzieren wir uns klar davon», erklärten sowohl Monika Bögli wie auch Vreni Kämpfer, die Obfrau der Bernischen Trachtenvereinigung. «Wir bitten jedoch darum, diesem ‹Gschtürm› nicht noch mehr Platz einzuräumen, sondern allen den gleichen Respekt entgegenzubringen – egal, ob die Leute normal gekleidet, im Dirndl oder in der Tracht am Unspunnenfest teilnehmen.»

Andrea Flückiger

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