Kirchberg und Blau-Weiss wollen Aufstiege bestätigen

Do, 24. Aug. 2017

REGION: Die Verantworlichen der Frauenteams Kirchberg und Blau-Weiss Oberburg gaben «D’Region» Auskunft über die Saison 2017 / 2018. Beide Teams konnten aufgrund ihren in der letzten Saison erbrachten Leistungen in die nächst höhere Liga aufsteigen. red

Es klingt im Nachhinein wie ein «Frühlingsmärchen», was die regionalen Frauenteams erspielt haben. Kirch­berg stieg in die 1. Liga und Blau-Weiss Oberburg in die 3. Liga auf. Die kurze Vorbereitungszeit mussten die Trainer als auch die Spielerinnen nutzen, um für den Challenge «höhere Spielklasse» gewappnet zu sein respektive diese anzunehmen.
Sportlich nimmt man zu jedem Zeitpunkt einen Aufstieg gerne entgegen. Doch sind die Kirchbergerinnen und die Spielerinnen der Blau-Weissen dazu überhaupt in der Lage, diese Chance nicht nur zu packen, sondern in der ersten Saison in der höheren Liga den Verbleib in dieser zu realisieren? Die «D’Region» machte sich auf, um bei den Verantwortlichen der beiden Vereine die nötigen Informationen abzuholen.

Talentschmiede Blau-Weiss Oberburg
Obschon nach der Auflösung der Frauenabteilung des SC Burgdorf vor einigen Jahren der FC Kirchberg in die damals entstandene Bresche sprang, sind es die Oberburger, welche heute die Nachwuchsarbeit in der Region betreiben. Dies darf respektive muss für einmal klar und unmissverständlich ausgesprochen respektive ausgeschrieben werden. Bekanntlich kann eine Aktivmannschaft nur bestehen, wenn der Unterbau «Nachwuchs» seine wegweisende Arbeit verrichtet. Schade in diesem Zusammenhang ist nur, dass Blau-Weiss seine B-Juniorinnen für die laufende Meisterschaft zurückziehen musste, da das vorhandene Kader zu klein ist. Für 2018 / 19 soll aber wieder ein Team gemeldet werden. Die Spielerinnen werden vorübergehend in die zweite Mannschaft integriert. Bei den C-Juniorinnen herrscht indes kein Mangel.

BW-Trainer Res Aeschlimann: der Ligaerhalt und nichts anderes!
Nachdem die Oberburgerinnen erfolgreich mit einem 5:0-Sieg in die Saison gestartet sind, nahm der in Murten wohnhafte Trainer wie folgt zu den Zielen seines Teams Stellung: «Die Nervosität zu Beginn war spür- und sichtbar. Trotzdem hat meine Mannschaft mit einer kompakten Leistung verdient gewonnen.» Weiter meinte der Trainer: «Wir wollen uns so schnell wie möglich vom unteren Strich entfernen. Nach dem Port-Match traten viele offene Baustellen auf, vor allem die Effizienz muss noch deutlich verbessert werden. Nicht die Stürmerinnen schiessen die Tore, sondern diejenigen aus dem Mittelfeld. Wir zollen den Gegnerinnen den nötigen Respekt, Angst haben wir keine. Es kommt hinzu, dass in meinem Team eine gesunder Konkurrenzkampf herrscht. Besonderen Wert lege ich darauf, dass ich zwei Torfrauen zur Verfügung habe.» Zum Berner Cup meinte Aeschlimann: «Die Matches nehmen für uns keinen besonderen Stellenwert ein, wir nutzten diese als Testspiele.»

Kirchbergs Frauen bereits eiskalt geduscht!
Noch gut können sich die Spielerinnen an die letzte Partie vor einigen Wochen erinnern, als diese in Frutigen die verdiente Promotion feierten. Doch seitdem ist viel Wasser die Emme hinuntergeflossen. Dies bekam Erfolgstrainer Inan Döner in Bezug auf das aktuelle Kader deutlich zu spüren. Vier neue Frauen fanden Unterschlupf, doch sieben verliessen das Flaggschiff der Kirch­bergerinnen. Besonders fiel auf, dass der Übungsleiter durch den Aufstieg viel weniger Vorbereitungszeit hatte, um seine neu formierte Frauschaft auf Kurs zu trimmen. Dies zeigte sich deutlich beim Auftaktmatch auswärts gegen Topfavorit Servette. Die Romands waren den Emmentalerinnen bei deren 7:0-Heimsieg in allen Belangen überlegen. Die Teamverantwortlichen gingen danach sofort über die Bücher und analysierten das Geschehene in harten Trainingseinheiten. Wer sich in der Gruppe auskennt, darf feststellen, dass die heutige Ausgabe der Kirchbergerinnen den angestrebten Verbleib in der dritthöchsten Spielklasse des Schweizer Frauenfussballs realisieren kann. Doch jede einzelne Spielerin muss ab sofort bereit sein, nicht nur an die eigene Schmerzgrenze zu gehen, sondern immer wieder darüber hinaus. Dass diese lernfähig sind, versteht sich von selbst.

Roland Jungi

FC Kirchberg 1. Liga:
Zuzüge: Melina Gerber, Iris Hofstetter, Jennifer Moser und Michelle Probst. – Abgänge: Sabrina Angehrn, Fabienne Flückiger, Fabienne Küffer, Iris Liechti, Manuela Rösch, Mae Stoecklin und Nadja Stürchler.
FC Kirchberg 3. Liga:
Zuzüge: Sabrina Grossmann, Stefanie Haller, Saskia Wolfisberg, Mirka Tanner, Evelyn Pieta und Nathi Schalit.
FC Blau-Weiss Oberburg 3. Liga:
Zuzüge: Nicole Röthlisberger und Marie Abomo. – Nicht zur Verfügung: Mia Aebischer, Diana Grossen, Esther Niederhauser, Janine Zürcher (alle verletzt) und Jenny Bauer (Beruf).

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