Der Kundenanlass der Spar- und Leihkasse Wynigen war gut besucht
25.10.2017 Aktuell, Wynigen, Region, GesellschaftDie Bankleiterin Margrit Friedli freute sich, zahlreiche Gäste am Kundenanlass im Gasthof Linde in Wynigen zu begrüssen. Erneut konnte sie mitteilen, dass das einheimische Institut in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 wiederum ein konstantes Wachstum der Bilanzsumme verzeichnen darf. Sie dankte den Anwesenden für das Vertrauen, welches sie der Wyniger Bank seit Jahren entgegenbringen, und informierte kurz über Veränderungen im Bankwesen. Die eine Neuerung wird das System der Einzahlungen mit einem neuen Zahlungsbeleg sein, da der altbekannte Einzahlungsschein in Kürze verschwinden wird.
Kurzreferat von Andreas Gasser
Aus gesundheitlichen Gründen konnte der angekündigte Referent Alexander Barth, Mitinhaber und Verwaltungsrat der Rivella AG, nicht anwesend sein. Mit Andreas Gasser, dem Bankfachexperten, dipl. Wirtschaftsprüfer und Regional- und Kantonalbankenberater, hatte der Verwaltungsrat der SL Wynigen einen würdigen Vertreter gefunden. In einem Kurzreferat hörten die Gäste Spannendes unter dem Titel «Veränderungen in der Bankenlandschaft Schweiz». Andreas Gassers Bankerlebnisse gehen als Sohn eines Bankiers an die 50 Jahre zurück und man spürte förmlich die Leidenschaft und Begeisterung für das Bankwesen. Er blickte zurück, wie es vorgestern, gestern war, wie es heute ist und wie es morgen und übermorgen sein wird oder sein könnte in der Bankenwelt. In der Schweiz gibt es 260 Banken, vor Jahren gab es deren noch 500, allein über 200 Regionalbanken. Das Wort «Negativzinsen» ist momentan in aller Munde. Was war das für eine gute Zeit, in der man am Anfang eines neuen Jahres mit dem Sparbuch auf die Bank ging, um sich den Zins nachtragen zu lassen, und sich darüber freuen konnte, weil sich das Guthaben vermehrt hatte. Heute ist der Zinsertrag gleich null und zumindest bei zwei Banken wird schon das System des Negativzinses angewendet. Für Andreas Gasser ist es Gewissheit, dass sich in absehbarer Zeit keine positiven Veränderungen in der Zinsenwelt zeigen werden. Trotzdem würden Kundinnen und Kunden ihr Geld auf die Banken bringen, hier in Wynigen und auch anderswo. Die Kundengelder in der Schweiz hätten sich in den letzten zehn Jahren um das Halbfache vermehrt, die Liquidität in den Banken sei momentan sehr gross und sie würden gerne mehr Geld ausleihen.
Wie wird sich das Bild der Banken in den nächsten Jahren verändern? Wird es der Warteraum mit Kaffeeautomat sein, dem Kundenbetreuer auf der Leinwand, von dem wir nicht mal den Namen kennen oder vielleicht sogar die Roboterin Laura, die uns nach unseren Wünschen fragt? Kundinnen und Kunden der Spar- und Leihkasse Wynigen freuen sich weiterhin über den persönlichen, freundlichen Kontakt am Schalter und die kompetente Baratung in Finanzangelegenheiten gemäss dem Motto der Bank, «klein, persönlich, zuverlässig».
Rosmarie Stalder

